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Frau muss Kreuz aus Garten entfernen

Eine Christin muss ein sieben Meter hohes Kreuz auf ihrem Grundstück abbauen. Das Gericht verglich den Garten mit einer Gedenkstätte.
Von dpa
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Holzkreuz
Ein 7,36 Meter große Kreuz im Garten muss nun abgebaut werden (Symbolbild)

Eine gläubige Düsseldorferin muss laut Gerichtsurteil ein über sieben Meter hohes Holzkreuz aus ihrem Garten in Düsseldorf entfernen. Das hat das Düsseldorfer Landgericht am Mittwoch entschieden und damit ein Urteil des Amtsgerichts bestätigt.

Das Kreuz stelle eine „rechtswidrige Eigentumsbeeinträchtigung“ dar, die nicht geduldet werden müsse. Es wirke auf einen vernünftigen Betrachter wie ein störender Fremdkörper. Es führe dazu, dass der Garten „die Züge einer Gedenkstätte“ annehme.

Die Kreuz-Liebhaberin und ihr Anwalt hatten argumentiert, das Bauwerk sei nicht zufällig 7,36 Meter hoch. Die Höhe beziehe sich auf den 736 Meter hohen Berg Golgatha, auf dem Jesus gekreuzigt worden sei.

Geklagt hatte die Mitbewohnerin und Miteigentümerin des Zwei-Parteien-Hauses. Die Frau fühle sich durch das riesige Bauwerk „bei jedem Blick in den Garten in ihrem Lebensalltag erheblich beeinträchtigt“, hatte ihr Anwalt gesagt. Zudem störe sie das durch eine Leuchtkette nachts illuminierte Kreuz auch beim Einschlafen.

Die beklagte Rentnerin hatte behauptet, ihre Hausnachbarin habe der Errichtung des Kreuzes vorab zugestimmt, was diese energisch bestritten hatte. Auch das Landgericht hatte erhebliche Zweifel, dass eine Zustimmung vorgelegen haben soll.

Das Urteil ist rechtskräftig. Für die Klägerin kommt es allerdings zu spät: Sie habe ihre Wohnung im Februar verkauft und sei ausgezogen, sagte ihr Anwalt Harald Wolf am Mittwoch.

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9 Antworten

  1. “Die Kreuz-Liebhaberin und ihr Anwalt hatten argumentiert, das Bauwerk sei nicht zufällig 7,36 Meter hoch. Die Höhe beziehe sich auf den 736 Meter hohen Berg Golgatha, auf dem Jesus gekreuzigt worden sei.”

    Achso, na dann sollte man das Kreuz natürlich stehen lassen.

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    1. Jeder ist klug, der eine vorher und der andere nachher.
      Es wäre sinnvoll gewesen, man hätte sich auch zuvor abstimmen können.
      Einfach machen ist unchristlich! Die kurze und lange Rede haben das gleiche Ziel.- Epikur –

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  2. Erkennt man jetzt Christen daran, dass sie ihre Nachbarn vergraulen?
    Das ist doch mal eine echte fromme Fehlleistung und das Gerichtsurteil nur zu gut nachvollziehbar.

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  3. Wenn man bedenkt wie verkommen manche Städte inzwischen durch überdimensionierte Werbetafeln, Leuchtinschriften, Lautsprechergedudel und Döner-Abgase wirken …
    – dann erscheint die “Beeinträchtigung” durch ein Holzkreuz eher minimal.

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  4. John Pavlovitz hat ein Buch geschrieben, dessen Titel das ganze gut zusammenfasst:
    “If God is Love, don’t Be a Jerk”.
    Wenn du meinst, dein Gott fände es gut und gar nicht seltsam, ein Sieben-Meter-Kreuz in den Garten zu stellen, denk noch mal gut nach…
    Ich persönlich hätte vermutlich nicht geklagt, ich hätte ein Sieben-Meter-Pentagramm daneben gestellt und gewartet, bis sich das Problem von alleine löst…

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  5. Windräder in Massen ( anstatt die schönere Variante Solardächer auf JEDEM Haus)
    sind extrem hässlich und stehen in Massen in Deutschland. … & dann wird ein Kreuz im Garten verboten…

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    1. Windräder dürfen nicht näher als 1 km an Wohnhäuser gebaut werden. Verglichen damit sind die gesetzlichen Einschränkungen für Kreuze sehr entspannt.

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  6. Den Sinn der Leuchtketten, die auch mich grundsätzlich stören, war offensichtlich nicht Gegenstand der
    Betrachtung. Als gläubiger Christ bin ich der Meinung, dass ein Kreuz von 0,736 Meter Höhe als Gedenkstätte ausreicht, wenn es nicht als Wunsch der Nachbarn aufgestellt wird.

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  7. na, dann warten wir mal entspannt, dass jemand eine riesige Hammer – und Sichel- Skulptur im Garten aufstellt. Oder nur die Sichel oder die FATIMAS -Hand als Islam-zeichen. Oder den sog. Judenstern.
    In vielen Gemeinden gibt es Kreuze auf den Gipfeln und Hügelkuppen. Da gab es meines Wissens -bis jetzt -noch keine Verbots-Bemühungen. Oder weiß jemand was anderes ?

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