Christlicher Autor Zink feiert 90. Geburtstag
Jörg Zink wurde 1922 im hessischen
Schlüchtern-Elm geboren. Vater und Mutter starben früh, Zink wuchs
bei seiner Stiefmutter und Verwandten auf. Im Zweiten Weltkrieg
diente er in der Luftwaffe, sein Flugzeug wurde 1944 über dem
Atlantik abgeschossen. Zwar überlebte Zink den Absturz, wurde aber
ein Jahr später in amerikanische Kriegsgefangenschaft genommen. Im
selben Jahr kehrte er, schwer an Tuberkulose erkrankt, nach Hause
zurück. Anschließend studierte er Philosophie und evangelische
Theologie in Tübingen. 1951 wurde er, mittlerweile verheiratet,
Vikar in Stuttgart. Vier Jahre später promovierte er beim bekannten
Theologen Helmut Thielicke zum Thema "Der Kompromiss als
ethisches Problem". Zink arbeitete fortan als Pfarrer. Von 1957
bis 1961 war er Leiter des Burckhardthauses in Gelnhausen und Berlin,
der Zentrale der Evangelischen Kirche für Mädchenarbeit. Er pflegte
Kontakte zur kirchlichen Jugendarbeit in der DDR und war auch für
Flüchtlinge von dort zuständig.
Anschließend wurde er
Fernsehbeauftragter der Württembergischen Landeskirche im
Süddeutschen Rundfunk. Über 100 Mal sprach er das "Wort zum
Sonntag". Bis in die 80er Jahre hinein arbeitete er an
Dokumentarfilmen, Radiosendungen und Spielfilmen mit, die sich vor
allem mit den Ländern des Nahen Ostens beschäftigen. Er schrieb
zahlreiche Bücher und war schließlich bis zu seinem Ruhestand als
freier Publizist tätig. Auch als Pensionär bleibt er publizistisch
aktiv. Bis heute hat Zink über 200 Bücher geschrieben, die sich
insgesamt mehr als 17 Millionen Mal verkauft haben. Er gilt als der
meistgelesene evangelische Theologe Deutschlands. Bekannt ist vor
allem seine Übertragung des Neuen und Alten Testaments ins Deutsche,
die sogenannte "Jörg-Zink-Bibel", erschienen im
Kreuz-Verlag. Zink ist zudem als Sprecher der Friedens- und
Ökologie-Bewegung bekannt und engagierte sich schon früh für die
Grünen.
Geliebt und gehasst
Zu seinem 90.
Geburtstag gratulierte der Rastvorsitzende der Evangelischen Kirche
in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, am Mittwoch offiziell:
"Das Diktum des 'biblischen Alters' werden Sie dieser Tage
vermutlich des Öfteren hören. Es ist insofern angemessen, als das
hohe und gesunde Alter in der Bibel immer zugleich als Zeichen des
Segens Gottes gilt – und dieser Segen ist auf Ihrem Leben deutlich
sichtbar. Nicht nur Sie selbst wurden mit einem reichen und langen
Leben gesegnet, sondern Sie haben diesen Segen auch weitergegeben: an
Ihre Kirche und an all die Menschen, die Sie mit Ihren Texten und
Liedern, Filmen und Büchern reich gemacht haben", heißt es in
dem Glückwunschschreiben Schneiders an den Jubilar. Ganz im Sinne
des Reformators Martin Luther habe Zink mit seinem Lebenswerk dazu
beigetragen, "dass jede Christin und jeder Christ in der Lage
ist, selbständig seinen und ihren Glauben zu denken und zu
bezeugen".
Doch es gibt auch scharfe Kritiker Zinks, zu
ihnen zählt der Publizist Henryk M. Broder. 2003 griff er ihn scharf
an, weil sich Zink in der ARD-Sendung des Talkmasters Jürgen Fliege
solidarisch mit palästinensischen Selbstmordattentätern erklärte:
"Ich bewundere sie dafür, dass ihnen ihre Sache und die Sache
ihres Volkes und ihrer Religion, oder was immer, so wichtig ist, dass
sie dafür ihr Leben hingeben. Das sind keine Selbstmörder, sondern
das sind mutige junge Leute, die sich voll hingeben für ihre Sache",
zitiert Broder ihn auf seiner Homepage. (pro)
Kommentare [1] >>>
"Songtalent"-Gewinner im Interview
Christian Schellenberg hat auf dem Kirchentag in Hamburg den christlichen Musikwettbewerb "Songtalent 2013" gewonnen. Der 28-Jährige setzte sich gegen rund 250 Bewerber durch. Im Interview mit pro erzählt er, dass er ursprünglich gar nicht an dem Contest teilnehmen wollte. mehr ...
Kirchentag in 3 Minuten
Mehr als 150.000 Gläubige waren vom 1. bis 5. Mai in Hamburg, um den Kirchentag mitzuerleben. Promis aus Politik, Kultur und Wirtschaft haben über aktuelle Gesellschaftsthemen diskutiert und Bibelstellen ausgelegt. pro war dabei und hat Impressionen und Stimmungen für Sie festgehalten. Erleben Sie den Kirchentag noch einmal mit, kompakt in drei Minuten. mehr ...
Top 10: Diese Politiker haben die meisten Follower
Welche Politiker sind die Stars im Netz? Dieser Frage ist das Meinungsforschungsinstitut Forsa nachgegangen. Demnach hat Angela Merkel derzeit die meisten Follower in Sozialen Netzwerken. Herausforderer Peer Steinbrück liegt auf Platz drei. mehr ...
© 2005–2013 | Das Christliche Medienmagazin pro ist ein Arbeitsbereich des Christlichen Medienverbunde KEP e.V. | www.kep.de

























B. Gscheidle | 29.11.2012 11:52:52
So christlich ist der Jubilar nun auch wieder nicht! Was er von sich gibt, ist pure Religionsvermischung und hat mit dem Glauben an Jesus Christus nach biblischen Vorgaben leider absolut nichts zu tun. Hier werden Menschen auf den falschen Weg gebracht und verführt! • Christen, Juden und Muslime beten zum gleichen Gott, wie auch alle anderen Religionen. Davon ist Jörg Zink überzeugt. Der evangelische Pfarrer und Bestsellerautor (88) meint sogar, an dieser Gemeinsamkeit könne sich das Überleben der Menschheit entscheiden. In seinem Buch "Vom Geist des frühen Christentums" ruft er die Christen zu mehr Zusammenarbeit mit den anderen Religionen auf. … Die Religion des Abendländers sei "entschieden primitiver als die vermeintlich primitiven Stammesreligionen von Naturvölkern". Seiner Ansicht nach hat selbst die Strenge der islamischen Botschaft und die religiöse Disziplin der Muslime "vermutlich mit Wahrheit mehr zu tun als die christliche, vor allem protestantische Schlamperei in Sachen des Glaubens", fügte Zink hinzu. • http://zeltmacher-nachrichten.eu/content/j%C3%B6rg-zink-alle-religionen-beten-zum-gleichen-gott