Gesellschaft
"Der Scharia-Islam ist Islamofaschismus"
Wenn die Scharia ernsthaft durchgesetzt wird, bekommt man es mit einem "religiösen Apartheid-System" zu tun, ist der Egon Flaig in seinem Text für das Magazin "Focus" überzeugt
Foto: pro
Flaig vergleicht diese Vorgaben mit der Ideologie der Nationalsozialisten, die auf rassischer Basis zwischen Herrenmenschen und Untermenschen unterschieden hätten. Hinzu komme das Gebot in der Scharia, dieses System in der Welt zu verbreiten, auch mit dem Dschihad. "Niemals hat dieser Islam zur Europa gehört." Vielmehr habe die europäische Kultur erst entstehen können, da sie sich gegen Invasionen von Muslimen erfolgreich zur Wehr gesetzt habe.
Der Historiker nennt drei Merkmale europäischer Kultur und ihre Quellen: Von der griechischen Antike rührten Republikanismus und Wissenschaftlichkeit her, und der Gedanke der universalen Menschenrechte sei im "christlich-evangelikalen Kontext" entstanden. Flaig folgert daher: "Das Gerede von 'unserer jüdisch-christlichen Kultur' bezeugt darum eine ähnliche Ignoranz wie die Behauptung (…), Europa stehe auch auf islamisch-morgenländischen Beinen."
Egon Flaig ist seit 1998 ordentlicher Professor für Alte Geschichte. Er lehrte zunächst an der Universität Greifswald und seit 2008 an der Universität Rostock. Aufsehen erregte sein am 15. September 2006 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlichter Essay zum Verhältnis von Islam und Gewalt. Darin schreibt er, die Rede von einem toleranten Islam behindere die Arbeit ernsthafter Reformer, die den Islam entpolitisieren wollten. (pro)
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