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Politik

Regierungssprecher wünscht "gesegneten Ramadan"

Am heutigen Freitag beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Anlässlich dessen twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert am Morgen: "Ich wünsche allen Muslimen in Deutschland einen gesegneten Ramadan."

Antworten, sogenannte "Replies", gab es bei Twitter schnell: "Ich wünsche mir, dass Sie dieses allen Christen zum Beginn der Fastenzeit auch wünschen", forderte der SPD-Komunalpolitiker Dieter Tillmann. "Habe natürlich auch zu hohen christlichen Feiertagen schon getwittert", verteidigte sich der Regierungssprecher daraufhin. "Kann mich nicht erinnern, einen solchen Wunsch Ihrerseits am Aschermittwoch gelesen zu haben", konterte Tillmann.

"Ich bitte darum die Trennung von Kirche und Staat zu bewahren. Das gilt für alle Religionen", verlangte hingegen User "Sassan Gholiagha". "Schaef the German" twitterte gar verstimmt: "Politisch korrekter geht es nicht mehr! Ich lege mich wieder ins Bett … Mir wird schlecht! Glückwunsch zu 100 Milliarden Schulden."

Auf den "Tweet" (so heißen die maximal 140 Zeichen langen Beiträge bei Twitter) des Regierungssprecher gab es auch positive Reaktionen. Richard Zinken schrieb: "Schließe mich gerne an" und "@SumeyraKeles" findet: "Das ist ja nett :-)". Zum Zeitpunkt dieser Meldung wurde der "Tweet" schon 109 Mal "retweetet", also unter Twitter-Usern weiterverbreitet.

Seibert twittert seit über einem Jahr als @RegSprecher

Als @RegSprecher hat Seibert bei Twitter ungefähr 68.000 "Follower", das sind Nutzer, die den Beiträgen eines anderen Nutzers "folgen", diese also abonniert haben. Über 2.000 Mal hat er im letzten Jahr einen "Tweet" geschrieben. "Wirkliche Nachrichten verbreite ich nie zuerst auf Twitter, ich benutze zumindest gleichzeitig auch den klassischen Weg über die Pressemitteilung oder den direkten Kontakt zu Journalisten", sagte Seibert gegenüber der Tageszeitung "Welt".

 Peinliche Fehler, wie sie oft bei Twitter passieren, sind ihm dabei noch nicht viele unterlaufen. Dafür leistete sich Seibert im April 2011, nach der Tötung Osama Bin Ladens durch ein US-Kommando, folgenden Fauxpas: "#Kanzlerin: Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt", twitterte er. Der Fehler wurde aber schnell entdeckt und der "Tweet" gelöscht. Es hätte "Osama" statt "Obama" heißen müssen. (pro)

VON: dt | 20.07.2012

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Kommentare [4] >>>

  • Hartmut Elkemann-Reusch | 27.07.2012 09:51:25

    Wenn ich meine Mitbürger segne, dann wünsche ich ihnen im Sinne der Bibel und meines christlichen Glaubens, Gottes Beistand. Und den können auch Muslime brauchen. Wenn Politiker -oder hier Herr Seibert- solche Sprüche klopfen, dann hat das immer damit zu tun, sich bei Muslimen einzuschmeicheln. Oder die wollen vorbeugen, wenn sie mal was "falsches" gesagt haben, dass dann die Muslime nicht gleich mit der Scharia drohen oder Gewalt anwenden. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es nicht angenehmer, aber besser ist, Unrecht zu ertragen, als Unrecht zu tun! Und darum: Gott segne Euch/Sie, bei allem, was Ihr/Sie tun!

  • Brigitte Kanehl | 25.07.2012 06:44:52

    Soweit sind wir schon? Der Islam ist doch so eine grausame barbarische Sache, und die segnet Herr Seibert? Aber in gut vier Monaten Weihnachten feiern und: ... zu Bethlehem kommet im nächtlichen Stall ... singen. Pfui Teufel, man kann nicht zwei Göttern dienen. Entweder man dient Gott und Jesus, oder man dient Satan in Gestalt der Islam, aber beides geht nicht.

  • Karl-Heinz Schulz | 21.07.2012 18:47:00

    Der Islam ist die Religion Luzifers.Dieser kann nicht segnen.Wieso sollten der dreieinige,geoffenbarte Gott ein Konstrukt des Teufels segnen? Herr Seibert hat sehr großen theologischen Nachholbedarf.

  • smolkovic | 21.07.2012 12:05:56

    Was soll man dazu sagen! Peinlich, Peinlich!

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