Politik
Hessische Debatte um "mehr C"
"Wir müssen uns mutig zu unserem christlichen Glauben bekennen. Wir
müssen klar und deutlich sagen, dass wir als Partei auf einem
christlichen Fundament stehen. Das kommt mir bisher zu kurz", sagte
Wagner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Mittwoch. Seine Partei
müsse wieder "stärker konservative Wähler ansprechen und das C in
unserem Parteinamen betonen". Denn mit dem C verbinde die Union ein
"christliches Wertefundament", auf das sie stolz sein müsse.
Als Beispiel nannte Wagner die Bewahrung des menschlichen Lebens bei den Themen Embryonenschutzgesetz und Spätabtreibungen. "Hier müssen wir deutlich von einer christlichen Grundlage aus diskutieren." Wagner sprach sich außerdem gegen die vom künftigen Koalitionspartner FDP geforderte Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe aus. Der FAZ sagte der CDU-Politiker: "Hier gilt wortwörtlich für mich der Artikel 6 des Grundgesetzes, wonach Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der Verfassung stehen. Bei aller Toleranz in Fragen der persönlichen Lebensverhältnisse darf es hier keine Gleichstellung geben."
"Fundamentalismus": Replik der Grünen
Natürlich ließ die Replik auf die Forderungen Wagners nicht lange auf sich warten. "Christean Wagners Kampf gegen die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften ist keine Rückbesinnung auf christliche Werte, sondern Missbrauch des christlichen Glaubens für eine Gesellschaftspolitik von vorgestern", ließen die Hessischen Grünen am Donnerstag verbreiten. "Nicht Nächstenliebe, sondern Hass gegen Andersartigkeit, nicht Barmherzigkeit, sondern unbarmherzige Ausgrenzung gesellschaftlicher Minderheiten, nicht Toleranz, sondern intolerante Benachteiligung anderer kennzeichnen seine Politik. Das ist nicht christlich, sondern in höchstem Maße unchristlich", erklärt der rechtspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Jürgens. Wagner wolle, so heißt es in der Presseerklärung weiter, "den christlichen Glauben verengen auf einen reaktionären Fundamentalismus. Das muss bei allen, denen christliche Werte tatsächlich etwas bedeuten, auf heftigen Widerspruch treffen", so Jürgens.
Die Diskussion in Hessen über die Bedeutung des C in der Politik und die daraus zu ziehenden möglichen Konsequenzen für konkrete politische Entscheidungen zeigt erneut deutlich, auf welchen Widerspruch diejenigen Politiker stoßen, die mutig genug sind für die Einforderung des C. Und die dennoch entschlossen genug sind, ihre Meinung auch gegen Widerstand aufrechtzuerhalten. Denn nur so schärft eine Partei ihr Profil – und das hat die CDU durchaus nötig, wie Christean Wagner richtig anmahnt.
Als Beispiel nannte Wagner die Bewahrung des menschlichen Lebens bei den Themen Embryonenschutzgesetz und Spätabtreibungen. "Hier müssen wir deutlich von einer christlichen Grundlage aus diskutieren." Wagner sprach sich außerdem gegen die vom künftigen Koalitionspartner FDP geforderte Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe aus. Der FAZ sagte der CDU-Politiker: "Hier gilt wortwörtlich für mich der Artikel 6 des Grundgesetzes, wonach Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der Verfassung stehen. Bei aller Toleranz in Fragen der persönlichen Lebensverhältnisse darf es hier keine Gleichstellung geben."
"Fundamentalismus": Replik der Grünen
Natürlich ließ die Replik auf die Forderungen Wagners nicht lange auf sich warten. "Christean Wagners Kampf gegen die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften ist keine Rückbesinnung auf christliche Werte, sondern Missbrauch des christlichen Glaubens für eine Gesellschaftspolitik von vorgestern", ließen die Hessischen Grünen am Donnerstag verbreiten. "Nicht Nächstenliebe, sondern Hass gegen Andersartigkeit, nicht Barmherzigkeit, sondern unbarmherzige Ausgrenzung gesellschaftlicher Minderheiten, nicht Toleranz, sondern intolerante Benachteiligung anderer kennzeichnen seine Politik. Das ist nicht christlich, sondern in höchstem Maße unchristlich", erklärt der rechtspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Jürgens. Wagner wolle, so heißt es in der Presseerklärung weiter, "den christlichen Glauben verengen auf einen reaktionären Fundamentalismus. Das muss bei allen, denen christliche Werte tatsächlich etwas bedeuten, auf heftigen Widerspruch treffen", so Jürgens.
Die Diskussion in Hessen über die Bedeutung des C in der Politik und die daraus zu ziehenden möglichen Konsequenzen für konkrete politische Entscheidungen zeigt erneut deutlich, auf welchen Widerspruch diejenigen Politiker stoßen, die mutig genug sind für die Einforderung des C. Und die dennoch entschlossen genug sind, ihre Meinung auch gegen Widerstand aufrechtzuerhalten. Denn nur so schärft eine Partei ihr Profil – und das hat die CDU durchaus nötig, wie Christean Wagner richtig anmahnt.
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