Pädagogik | 01.02.2016

Wie können sich Jugendliche vor gefährlichen Inhalten im Netz schützen? Eine Erste-Hilfe-App soll ein Schritt zur Lösung des Problems sein.

Wie können sich Jugendliche vor gefährlichen Inhalten im Netz schützen? Eine Erste-Hilfe-App soll ein Schritt zur Lösung des Problems sein.
Foto: Syda Productions | Fotolia

„Erste-Hilfe-App“ bei Cybermobbing

Schüler werden über WhatsApp beleidigt oder lesen auf ihrem Facebook-Profil Gemeinheiten über sich: Cybermobbing kann jeden treffen. Die EU-Initiative „klicksafe“ bietet deswegen eine „Erste-Hilfe-App“ gegen das Problem.

Die EU-Initiative „klicksafe“ möchte vor allem jüngere Schüler bei ihren ersten Schritten im Internet begleiten und sie auf unerwartete Probleme im Internet vorbereiten. Eine „Erste-Hilfe-App“ gegen Cybermobbing soll für das Problem sensibilisieren und Betroffene kompetent und schnell unterstützen.

In Form von kurzen Videoclips erhalten Betroffene konkrete Tipps und eine Begleitung für die ersten Schritte gegen Cybermobbing. Die Videos werden ergänzt durch Hintergrundinformationen zu rechtlichen Fragen. Außerdem gibt es Hinweise auf Beratungsstellen. Die App richtet sich direkt an ältere Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrer können von den Anregungen profitieren. Ihre Nutzer bekommen eine professionelle Anleitung zum Melden, Blockieren oder Löschen von beleidigenden Kommentaren auf Social-Media-Plattformen.

Preisgekrönte App

Die App ist kostenlos und als Android-Version bei Google Play verfügbar. Eine iOS-Version sowie eine Version in englischer Sprache sind für 2016 geplant. Die Beta-Version der App wurde beim internationalen Software-Kreativwettbewerb „ENABLE Hackathon“ in London mit zwei Preisen ausgezeichnet. Sie ist die beste europäische Einreichung und gewann zudem den „Kaspersky Lab Preis“. Klicksafe ist eine Initiative für mehr Sicherheit im Internet. Sie wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt.

Für viele Teenager ist die ständige Internetnutzung kaum wegzudenken. Jugendschutz.net warnte im Mai davor, dass sich bereits Kinder im Internet über Möglichkeiten zur Selbsttötung informieren und sich mögliche Partner für gemeinsame Selbsttötungen suchen. In den USA brachte sich die 15-jährige Amanda Todd um, weil sie sich wegen Cybermobbing das Leben nahm. Zuvor hatte sie noch in einem weit verbreiteten YouTube-Video um Hilfe gebeten. (pro)

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