Vom Drogensumpf zum Weltmeistertitel
2004 gewann Geierspichler in Athen das erste Mal Gold, inzwischen ist er fünffacher Weltmeister, sechsmaliger Europameister und Paralympicssieger über 1.500 Meter. Außerdem hält er den Weltrekord im Marathon. In seinem Buch "Mit Rückgrat zurück ins Leben" beschreibt er seine Lebensgeschichte.
Der Berliner "Tagesspiegel" (Freitagausgabe) fragte den 36-Jährigen, wie er über seinen Freund, der den Unfall verursachte, dachte. "Zuerst habe ich ihn gehasst. Ich habe mir gedacht: Wie bescheuert kann man sein, dass man beim Autofahren einschläft?" Geierspichler weiter: "Mit der Zeit habe ich durch den Glauben an Gott jedoch gelernt, dass mein Hass nichts daran ändern wird, dass ich im Rollstuhl sitze. Man trägt vielmehr einen schweren Rucksack mit sich, der einen belastet. Deswegen hat mir Gott gesagt: 'Du musst diesen Rucksack aufmachen und dir anschauen, auch wenn es am Anfang weh tut.' Das hat mich frei gemacht und ich habe ihm verziehen."
Auf die Frage des Reporters, ob er auch ohne Sport ein erfülltes Leben führen könne, antwortet der Paralympics-Sieger: "Ohne Sport schon, aber nicht ohne den Glauben. Ein mittelmäßiges Leben hätte ich mit der Zeit wohl schon gefunden, nur jetzt bin ich einfach zufrieden und glücklich. Der Glaube an Gott hat mir die Kraft gegeben, zu mir selber zu finden. Gott zeigt dir den für dich bestimmten Weg anhand von Träumen und Visionen. Er hat mir einfach gesagt: Für dich ist es der Sport."
Seine Motivation, den langen Weg zu den Paralympics zu gehen, beschreibt er so: "Zuerst hat der Sport mir Freude bereitet. Dann kamen nach und nach die Ziele. Ich bekam von Gott immer wieder Wegweiser. Das hat sich dann einfach so entwickelt." Auch für die Zukunft ist Geierspichler zuversichtlich, wie er dem "Tagesspiegel" sagte: "Gott wird mir die nötigen Instruktionen geben." (pro)
Kommentare [0] >>>
Weiterführende Links zu dem Thema
- Das vollständige Interview beim "Tagesspiegel": ["Erfolg basierend auf Betrug könnte ich nie genießen"]
pro ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.
"Songtalent"-Gewinner im Interview
Christian Schellenberg hat auf dem Kirchentag in Hamburg den christlichen Musikwettbewerb "Songtalent 2013" gewonnen. Der 28-Jährige setzte sich gegen rund 250 Bewerber durch. Im Interview mit pro erzählt er, dass er ursprünglich gar nicht an dem Contest teilnehmen wollte. mehr ...
Kirchentag in 3 Minuten
Mehr als 150.000 Gläubige waren vom 1. bis 5. Mai in Hamburg, um den Kirchentag mitzuerleben. Promis aus Politik, Kultur und Wirtschaft haben über aktuelle Gesellschaftsthemen diskutiert und Bibelstellen ausgelegt. pro war dabei und hat Impressionen und Stimmungen für Sie festgehalten. Erleben Sie den Kirchentag noch einmal mit, kompakt in drei Minuten. mehr ...
Top 10: Diese Politiker haben die meisten Follower
Welche Politiker sind die Stars im Netz? Dieser Frage ist das Meinungsforschungsinstitut Forsa nachgegangen. Demnach hat Angela Merkel derzeit die meisten Follower in Sozialen Netzwerken. Herausforderer Peer Steinbrück liegt auf Platz drei. mehr ...
© 2005–2013 | Das Christliche Medienmagazin pro ist ein Arbeitsbereich des Christlichen Medienverbunde KEP e.V. | www.kep.de























