Blair: Westen verschläft islamistische Herausforderung
"Der Westen schläft, was diesen
Punkt betrifft", sagte Blair. Dabei sei der extremistische Islam
die größte Herausforderung für die Welt. Besonders im Sudan, in
Mali, Nigeria, Tansania und Kenia sorgten sektiererische
islamistische Gruppen für große Probleme. Die Muslimbruderschaft
übernehme zudem große Teile der arabischen Welt, während "jene
Menschen, die nicht die lautesten Stimmen haben, unsere Führung
dringend benötigen".
So habe der Westen etwa darin
versagt, den Menschen im Iran zu helfen. "Ein persischer
Frühling wäre sehr willkommen", sagte Blair. Die Iraner
sollten wissen, dass der Westen dazu bereit sei, ihnen zu helfen. Die
demokratische Schlüsselfrage sei immer, wie die Mehrheit die
Minderheit behandle. Deshalb werde auch der Nahe Osten nicht
demokratisch, so lange er nicht verstanden habe, dass Demokratie auch
eine Geisteshaltung sei und nicht von Wahlen allein abhänge.
Tony Blair war von 1997 bis 2007
Premierminister Großbritanniens. 2007 konvertierte er zum
katholischen Glauben und spricht seither auch öffentlich über seine
christliche Überzeugung. Mit seiner "Tony Blair Faith
Foundation" setzt er sich für den religiösen Dialog ein. 2011
zeichnete ihn der amerikanische Pastor Rick Warren mit der
"Peace"-Medaille für sein Engagement für Frieden und
Gerechtigkeit aus. Tony Blair ist Sondergesandter des
Nahost-Quartetts. (pro)
Kommentare [1] >>>
Weiterführende Links zu dem Thema
- Zum Artikel des [Daily Telegraph]
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beobachter | 27.07.2012 06:01:54
"...islamistische Gruppen ..." wenn mir mal wer erklären kann was damit gemeint ist oder besser was islam und was islamistisch ist, türkische ministerpräsidenten sagen es gebe keinen...