Verunglückter Bergsteiger war Christ
"Ein Besuch in der Kirche macht
dich genausowenig zu einem Christen, wie der Besuch bei Mc Donalds
dich zu einem Hamburger macht", schreibt Silas T. aus dem
nordrhein-westfälischen Helpup auf seiner "Facebook"-Seite.
Das sei eines seiner Lieblingszitate, gibt er an. Und auch über
weitere Vorlieben gibt er Auskunft: Sein Lieblingsbuch sei die Bibel,
zu seinen bevorzugten Musikgruppen zählen die christlichen "Casting
Crowns" oder "Kutless". Den Film "Fireproof",
ebenfalls aus der christlichen Filmszene bekannt, benennt er als
Lieblingsfilm. Und Silas T. warb auf seiner Seite für den Glauben.
Er zitiert Johannes, Kapitel 3, Vers 16 und schreibt dazu: "hammer
message oder? glaube an IHN, und SEIN WORT und du bist GERETTET! Wenn
du fragen hast, kannst du sie mir gerne stellen :)"
Warum
genau die Gruppe um Silas T. in den Alpen abstürzte, ist ungewiss.
Laut "Stern" war er mit einem Simon H. und dessen Vater
Gunther aus dem rheinland-pfälzischen Waldlaubersheim und
Maxilimian S., sowie dessen Schwester Marie-Claire aus Berlin
unterwegs. Beim Abstieg vom Gipfel seien die fünf in eine 400 Meter
tiefe Felsspalte gestürzt, keiner von ihnen überlebte, heißt es in
der "Neuen Westfälischen". Am Ausflug hatte auch der Vater
von Maximilian und Marie-Claire teilgenommen. Peter S. hatte kurz vor
dem Gipfel erschöpft aufgegeben und musste laut "Stern"
von unten mitansehen, wie sein 19-jähriger Sohn und seine 14-jährige
Tochter verunglückten. Er rief am Dienstag gegen 13 Uhr per Telefon
Hilfe. Die Route, die die Bergsteiger nahmen, gilt als "einfach",
schreibt die "Neue Westfälische". "Spiegel Online"
berichtet, dass die Ermittler bisher davon ausgehen, die
Verunglückten seien auf dem Schnee ausgerutscht. Zeichen für eine
Lawine oder einen Steinabbruch gebe es nicht. Die fünf sollen nicht
angeseilt gewesen sein.
Wie pro erfuhr, sollen alle fünf gläubige Christen gewesen sein. "Wer zweimal geboren wird, muss
nur einmal sterben. Wer nur einmal geboren wird, muss zweimal
sterben", schreibt Silas T. auf seiner "Facebook"-Seite.
Neben dem Foto von einem Iglu-Bau, einem Asterix-Comic und einem
Bild, das ihn beim Sprung in die Luft zeigt, hat er das Bild eines
Grabsteins hochgeladen. "Das Beste kommt noch...", steht
da. (pro)
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