Lemke betet nicht zum Fußball-Gott
Ihn ärgere es, wenn für den Sieg gebetet werde, sagte Lemke.
"Mir ist das zu überzogen", zitiert ihn der epd. Der
Sozialdemokrat und ehemalige Bremer Sportsenator Lemke ist seit vier
Jahren Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste
von Frieden und Entwicklung. Im Profifußball zähle vor allem das
Geld, sagte er und ergänzte: "Ich will keine anderen Götter
haben, auch keinen Fußballgott." Im Fußball sei alles zu sehr
vom Erfolg abhängig.
Lemke war zur Eröffnung einer
Ausstellung im evangelischen Informationszentrum "Kapitel 8"
mit dem Titel "Im Fußballhimmel und auf Erden" in Bremen
gekommen. Sie thematisiert die Vermischung von Religion und Sport –
passend zur bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft, die am 8.
Juni beginnt. Die Palette der Ausstellungsstücke reicht laut epd von
Fußballer-Ikonen mit Heiligenschein des FC St. Pauli über
Christbaumkugeln in Vereinsfarben bis zur Borussia-Dortmund-Urne in
Fußball-Form. (pro)
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