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99 Luftballons: Hilfe, die ankommt

Viele Organisationen, vor allem in der Entwicklungshilfe, werben damit, dass ihre Hilfe dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird. "Seoul USA", eine koreanisch-amerikanische Nichtregierungsorganisation, hat jetzt mit Hilfe von GPS-Geräten getestet, ob die von ihnen nach Nordkorea geschickten Bibeln auch wirklich ihr Ziel erreichen.

Die Nichtregierungsorganisation führt 70 bis 80 Mal im Jahr Aktionen durch, in denen sie Bibeln oder Liederblätter über dem kommunistischen Land abwirft. Mit Hilfe von GPS-Geräten konnte sie nun über Kartendienst "Google Maps" sehr genau lokalisieren, an welchen Stellen die Flugblätter gelandet sind. Auf der eigenen Internetseite www.seoulusa.org/balloons-gps hat sie dies fotografiert und die Bilder hochgeladen.



"Über Jahre hinweg haben wir immer nur aufgrund der wütenden Reaktionen des nordkoreanischen Regimes gewusst, dass unsere Ballons die anvisierten Ziele erreicht haben", zitiert das Online-Portal "Christian News Wire" (CNW) den Vorsitzenden der Organisation, Pfarrer Eric Foley. "Aber die GPS-Geräte versorgen uns mit noch detaillierteren Informationen und versetzen uns in die Lage, zukünftige Aktionen noch präziser zu planen."



Nordkorea sei die weltweit feindseligste Nation gegenüber Christen, behauptet Foley. Die Ballonaktionen seien deswegen ein möglicher Weg, auch Menschen an der Peripherie des Landes mit der Bibel und dem Evangelium zu erreichen. Südkorea habe Anfang der 1990er Jahre versucht, gemeinsam mit Nordkorea eine friedliche Lösung zu erreichen, was die Aktion betreffe. Dabei seien sie aufgefordert worden, die Ballonaktionen zu stoppen.



Seitdem kooperiert "Seoul USA" mit nordkoreanischen Untergrundkirchen. Die Regierung Nordkoreas versucht dies nach wie vor zu unterbinden. "Nordkoreanische Überläufer haben uns davon berichtet, dass sie die Ballons gesehen haben. Das GPS-System ist unbezahlbar, weil es uns erlaubt, unsere Exaktheit zu verfeinern. Es übertrifft nichts, wenn ein Ballon in der Innenstadt von Pjöngjang landen würde." (pro)



VON: jw | 10.05.2012

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