Mediziner hält Nahtoderfahrungen für echt
Van Laack betont, dass viele Menschen mit Nahtoderlebnissen berichten, nach dem Tod im Raum geschwebt zu sein und anschließend Ereignisse aus den Nebenzimmern nacherzählen konnten, die sie eigentlich nicht wissen konnten. "Wenn also beispielsweise im Nachbarzimmer das Fußballspiel Dortmund gegen Bayern lief und die Person später Einzelheiten davon berichten kann", so van Laack. "Das lässt sich nachprüfen und ist wissenschaftlich nicht erklärbar."
Der Mediziner fordert seine Kollegen und Wissenschaftler auf, Nahtoderfahrungen nicht nur "auf das Körperliche, auf das Materielle" zu reduzieren. "Die Wissenschaft allein erklärt bestenfalls Teile, aber nicht das komplexe Ganze einer Nahtoderfahrung – und die auch noch unvollständig", sagt der Arzt, der seine Forschungen zum Thema Nahtod bisher in mehreren Büchern publizierte.
Meistens würden Ärzte Nahtoderfahrungen mit rein körperlichen Zuständen erklären. Van Laack: "So werden Nahtoderfahrungen mit Halluzinationen gleichgesetzt oder durch Drogen und Sauerstoffmangel erklärt. Es heißt dann, dass durch Sauerstoffmangel Tunneleffekte, Lichtsehen und das Gefühl von Euphorie erzeugt werden. Das stimmt zwar auch, aber wenn ein Mensch etwa während einer Operation wiederbelebt wird, ist er vollversorgt mit Sauerstoff."
Allerdings begegnet nicht jeder Mensch bei Nahtoderlebnissen Gott. "Das hängt eher davon ab, ob sie religiös erzogen wurden oder welche kulturelle Erfahrung sie gemacht haben. Christen sagen häufig, das Licht war Gott oder Jesus. Jemand anderes kann aber auch Mohammed oder Buddha sehen." Ein Beweis für Gott seien Nahtoderfahrungen nicht, betont van Laack. "Aber schon, dass es ein 'Danach' geben sollte, wenn während der Nahtoderfahrung höchstkomplexe Erfahrungen gemacht werden, aber die Gehirnströmungen längst auf Null liegen." Er selbst sei jedenfalls davon überzeugt, dass es einen Gott gibt, und mit dem unterhalte er sich jeden Tag. (pro)
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Weiterführende Links zu dem Thema
- Das ganze mit Walter van Laack Interview bei [www.welt.de]
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Werner Brückner | 22.11.2012 22:42:01
Hollo ihr leser ! Hatte im August eine schwere Bauch OP.Der bauchwar voller Eiter war drei Tage im Koma da erlebte ich wie inkomen taren von anderen beschrieben bin einen erleuchteten gang gegangen außerdem erlebte ich unsere Tochter die 2011 gestorben ist jede nacht auf der normal stadion habe sogar mit ihr gesprochen.wer hat gleiches erlebt Gruß werner
Michael | 30.04.2012 12:20:27
Nahtoderlebnis Hölle wird oft verschwiegen. Vorweg – auch ich sehe Berichte über Nahtoderfahrungen kritisch und habe mir darüber noch keine abschließende Meinung gebildet. Zum Thema habe ich „weltliche“ und christliche Bücher gelesen (z.B. 90 Minuten im Himmel, Den Himmel gibst echt u. Der Junge der aus dem Himmel zurückkehrte). Was aber vor allem in der „weltlichen“ Literatur oftmals verschwiegen wird ist, dass Nahtoderlebnisse nicht immer positiv verlaufen, im Gegenteil. Hier ein Auszug: Quelle http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/173244.html: „Zu einem ganz anderen Ergebnis kommt der Soziologe Hubert Knoblauch in seinem Buch "Berichte aus dem Jenseits. Mythos und Realität der Nahtod-Erfahrung" von 1999. Er befragte über zweitausend Menschen nach ihren Erlebnissen mit dem Tod. Über vier Prozent der Befragten hatten nach eigenen Angaben ein solches Erlebnis. Den schönen Tod, der sich an gewisse Regeln hält, konnte Knoblauch nicht bestätigen. Die Erlebnisse waren so unterschiedlich, dass sie sich seiner Meinung nach nicht verallgemeinern lassen. Und sie waren auch nicht immer angenehm: 60 Prozent der Ostdeutschen und 30 Prozent der Westdeutschen erlebten die Hölle. Dies zeigt, so Knoblauch, dass die Nahtod-Erfahrung abhängig von der Kultur ist, in der man lebt. "Die ganze Bauart des Jenseits, die bei der Nahtod-Erfahrung angetroffen wird, ist natürlich aus dem Diesseits", meint er.“
Pastor Jacobus | 26.04.2012 18:29:20
Über die scheinbar so oft bestätigte Erfahrung eines Tunnels, durch den man sich auf ein helles Licht zubewegt, habe ich in einem christlichen Roman mal eine interessante Deutung gelesen (natürlich nicht biblisch belegt). Das Licht stammte darin tatsächlich von Jesus und war wunderbar und warm. Aber am Ende des Tunnels angekommen, stand man vor dem "letzten Gericht". Und für wen es da ins Licht und für wen ins Dunkel weitergeht, kann man schon in der Bibel nachlesen.
Wolfgang Graff | 26.04.2012 11:46:18
Wenn Nahtoderlebnisse Wahrnehmungen enthalten, die nur möglich sind, wenn der Körper verlassen wird, dann wäre das tatsächlich ein starker Beleg für Ereignisse außerhalb der Naturgesetze. Leider haben sich bei Nachprüfungen solche Wahrnehmungen nicht aufrecht erhalten lassen. Statt dessen stieß man aber auf geltungssüchtige Ärzte und Krankenschwestern die soche Ammenmärchen bestätigten, um in die Medien zu kommen.