Fundamentalistische Katholiken zerstören Kunstwerk
Der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand nannte den Angriff auf die Bilder inakzeptabel. Er könne verstehen, dass das Bild "Piss Christ" schockieren könne, aber wer sich verletzt fühle, müsse sich an die Justiz wenden. "Jede Art von Gewalt, Zerstörung und Intoleranz ist nicht hinnehmbar", kommentierte Mitterrand.
Das Werk "Piss Christ" stammt aus dem Jahr 1987 und gehört zu einer Serie, in der Gegenstände in Flüssigkeit getaucht wurden, wie etwa Milch, Blut oder Urin. Serrano sagte über das Bild, es solle nicht Religion herabmindern, sondern die Kommerzialisierung von christlichen Ikonen in der gegenwärtigen Kunst. Serrano, der aus einem halb kubanischen und halb honduranischen Elternhaus kommt, wurde 1950 in New York geboren und katholisch erzogen.
Neben Werken von Serrano, der sich in seinen Arbeiten immer wieder mit Religion und Sexualität auseinandersetzt, sind in der Ausstellung "Ich glaube an Wunder" mehr als 100 Werke großer zeitgenössischer Künstler wie Cy Twombly, Anselm Kiefer und Miquel Barceló zu sehen. Die Exponate stammen aus der rund 400 Werke zählenden Sammlung des bekannten Kunsthändlers Yvon Lambert. Die Ausstellung, die bis zum 8. Mai dauert, findet anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kunstzentrums statt, das sich in einem prächtigen Herrschaftshaus mitten in Avignon befindet. Sie soll trotz der Tat fortgesetzt werden - mit den zerstörten Bildern. (dpa/pro)
Kommentare [6] >>>
"Songtalent"-Gewinner im Interview
Christian Schellenberg hat auf dem Kirchentag in Hamburg den christlichen Musikwettbewerb "Songtalent 2013" gewonnen. Der 28-Jährige setzte sich gegen rund 250 Bewerber durch. Im Interview mit pro erzählt er, dass er ursprünglich gar nicht an dem Contest teilnehmen wollte. mehr ...
Kirchentag in 3 Minuten
Mehr als 150.000 Gläubige waren vom 1. bis 5. Mai in Hamburg, um den Kirchentag mitzuerleben. Promis aus Politik, Kultur und Wirtschaft haben über aktuelle Gesellschaftsthemen diskutiert und Bibelstellen ausgelegt. pro war dabei und hat Impressionen und Stimmungen für Sie festgehalten. Erleben Sie den Kirchentag noch einmal mit, kompakt in drei Minuten. mehr ...
Top 10: Diese Politiker haben die meisten Follower
Welche Politiker sind die Stars im Netz? Dieser Frage ist das Meinungsforschungsinstitut Forsa nachgegangen. Demnach hat Angela Merkel derzeit die meisten Follower in Sozialen Netzwerken. Herausforderer Peer Steinbrück liegt auf Platz drei. mehr ...
© 2005–2013 | Das Christliche Medienmagazin pro ist ein Arbeitsbereich des Christlichen Medienverbunde KEP e.V. | www.kep.de
























Roerich | 04.07.2012 18:44:55
Was alles als Kunst gilt, ist schon wirklich Krank - wer so etwas als Kunst erkennt, ist ebenso krank im Kopf. Wir können uns auch Professor Josef Beus ansehen, der Butter in eine Zimmerecke wirft und es treffend "Fettecke" nennt. Kosten: 100.000 DM. Oder einen Schreibstich mit Stuhl und allem was dazu gehört, aufstellen und Installation nennen wobei die arme Putzfrau den Mülleimer geleert hat und das Kunstwerk somit als zerstört galt (wobei Sie auch nicht die Kunst entdecken konnte, sonst müßte Sie wohl kaum irgendwo sauber machen!). Solche Typen wie diese "Künstler" gehören in die Geschlossene!!!
solrex | 22.04.2011 21:58:02
@T.Brandt Das ist wirklich ein ehrenwertes Motiv, dass Sie Christen die evtl. ähnlich denken solch eine Tat zu begehen, warnen wollen. Nur ob all diese Leute sich Ihren Leserbrief zu Gemüte führen, wage ich zu bezweifeln. Persönlich finde ich es trotzdem gut, dass dieser in "Urin getauchte" Christus nicht mehr existiert! Das war kein Kunstwerk, sondern Gotteslästerung!
T.Brandt | 19.04.2011 12:11:32
@solex Ich ereifere mich nicht über dieses zerstörte Kunstwerk. Ich habe den Kommentar nur geschrieben, weil ich mir durch aus vorstellen kann, dass es womöglich auch in Deutschland Christen gibt, die sich diese Leute zum Vorbild nehmen könnten oder zumindest mit solchen Aktionen sympathisieren. Wie kommen sie darauf, mir zu unterstellen, dass ich die Bibelverbrennung im Iran als weniger schlimm erachte? Es ist eine reine Behauptung aus Unwissenheit. Gruß, T. Brandt
solrex | 18.04.2011 18:22:27
Dies scheint für die beiden Leserbriefeschreiber Brandt und Diercks schlimmer zu sein, als wenn hunderte von Bibeln verbrannt werden. Sich über die Zerstörung dieser blasphemischer, so genannter Kunstwerke zu ereifern, lohnt nicht!
T. Brandt | 18.04.2011 15:08:49
Was immer dieser Künstler auch mit seinem Kunstwerk bezwecken wollte, eine solche Reaktion ist nicht akzeptal! Auch wenn dieser Mann Gott verspotten will gilt immer noch folgendes Pauluswort, da Gott der Richter ist und wir uns nicht als Richter aufspielen sollen: "Recht euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes, denn es steht geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr." (Röm 12, 19)
Simon Diercks | 18.04.2011 12:53:24
Warum die Zerstörung? Christus ist doch wegen der Sch... in unserem Leben gestorben. Das sieht der Künstler vielleicht nicht so, aber ich finde das Bild angemessen - oder?