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Musik

Die Sinnsucherin ist angekommen

Die Sängerin Nina Hagen hat schon viele durch ihre Unberechenbarkeit irritiert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmet der Punk-Diva ein ganzseitiges Porträt. FAZ-Autor Ulrich Friese beschreibt darin nicht nur ihren musikalischen Werdegang, sondern auch die radikale Wandlung der Sängerin seit ihrer Taufe im Jahr 2009.

In den Medien hat Nina Hagen schon viele Titel bekommen: "Provokateurin vom Dienst", "Godmother of Punk" oder "Skandalnudel". FAZ-Redakteur Ulrich Friese tituliert sie in dem Artikel "Catharina die Große" als "Bibeltreue Christin" und "Sinnsucherin", deren fester Glaube an Gott sie vor dem Absturz in die Drogenabhängigkeit bewahrt habe.

Er beschreibt die Geschichte ihrer Jugend in der DDR, ihren Weg in der Musikszene  und ihre radikale Veränderung durch ihren Glauben.  Aber er lässt sie auch als Mutter von Schauspielerin Cosma Shiva und Musiker Otis zu Wort kommen: "Es mag so aussehen, als ob mein Leben sehr unruhig verlaufen ist", zitiert er die Sängerin. Trotz vieler Tourneen sei sie aber mehr zu Hause gewesen als jede Lehrerin oder Stewardess.

Dass sich ihre Werke in den vergangenen Jahren radikal gewandelt haben, ist keine Neuigkeit mehr. Mit Gott sei Nina Hagen, die mit 12 Jahren die Bibel las und sich 2009 von der evangelisch-reformierten Kirche taufen ließ, fest verbunden, schreibt Friese. Im Fragebogen "Ich über mich" verrät die 57-Jährige, dass ihr Arbeitstag mit dem Griff zur Bibel beginnt. Sie beschreibt, dass sie Rat sucht im Gespräch mit Gott, der Bibel und ihrem Pastor. Und dass sie nicht noch einmal in der Talkshow mit Angela Merkel "so laut schreien" würde. Ansonsten brauche sie nichts zu bereuen, weil sie durch ihren Glauben Vergebung gefunden habe. "Es scheint, als sei die Sinnsucherin, die ihre Botschaft längst auch in Kirchen verkündet, endlich angekommen", schließt Friese.  (pro)

VON: en | 26.05.2012

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