Gesellschaft | 15.04.2011

Nick Vujicics Behinderung hätte man im Rahmen einer PID wahrscheinlich als unzumutbar für die Eltern eingestuft.
Foto: pro |

"Jedes menschliche Wesen sollte die Erlaubnis zum Leben haben"

"Wir sollten nicht Gott spielen und darüber entscheiden, wer leben darf und wer nicht leben darf." In einem Interview mit dem Christlichen Medienmagazin pro hat sich der schwerbehinderte Motivations- und Vortragsredner Nick Vujicic zum Thema Präimplantationsdiagnostik (PID) geäußert. Der 28-Jährige kam ohne Arme und Beine auf die Welt, was ihn jedoch nicht daran hindert, sein Publikum in aller Welt durch seine Vorträge über ein Leben ohne Limits nachhaltig zu ermutigen.

Nick Vujicic ist ein lebender Beweis dafür, dass PID unter keinen Umständen berechtigt ist. Seine schwere Behinderung hätte man sehr wahrscheinlich als unzumutbar für die Eltern eingestuft und seinen Embryo im Rahmen einer PID aussortiert. Im Interview mit dem Christlichen Medienmagazin pro betont er: "Ich glaube, dass Gott mich wunderbar im Leib meiner Mutter geformt hat. Es ist meine Schwachheit, in der Gott seine Stärke perfekt zum Ausdruck bringen kann." Als die Ärzte ihn nach seiner Geburt gesehen hätten, hätten Sie nie geglaubt, dass er sich irgendwann einmal so weit entwickeln würde. "Meine Eltern hätten nie gedacht, dass ich irgendwann einmal vor Staatspräsidenten und Parlamenten sprechen würde", so Vujicic, der nach eigenen Angaben bislang vor insgesamt etwa vier Millionen Menschen in 1.500 Veranstaltungen und 37 Ländern aufgetreten ist. "Wir haben einen grenzenlosen Gott, und deshalb bin ich der Meinung, dass jedes menschliche Wesen die Erlaubnis zum Leben haben sollte."

Vujicic ist davon überzeugt, dass selbst geistig Behinderte andere Menschen Liebe, Vergebung und Gnade lehren könnten. In dem pro-Interview berichtet er von einem Freund, der das Down-Syndrom hat: "Er glaubt tatsächlich, dass diese Krankheit sich allein dadurch auszeichnet, alle Menschen zu lieben und niemanden zu verletzen." Und auf einen weiteren Aspekt weist der lebensfrohe und ermutigende Redner, dessen YouTube-Videos millionenfach angeklickt wurden, hin: "Oft dienen Eltern ihren behinderten Kindern, ohne dass sie dafür Liebe, Dankbarkeit oder Bestätigung zurückbekommen. Das ist für mich ein schönes und starkes Zeichen bedingungsloser Liebe. Also etwas, was sehr, sehr selten ist."

Das vollständige Interview sowie ein Porträt von Nick Vujicic erscheint in der aktuellen Ausgabe des Christlichen Medienmagazins pro, das kostenlos ab dem 20. April erhältlich ist und unter 06441/915-151 oder info@kep.de bestellt werden kann. (pro)

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