Gesellschaft | 02.03.2012

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Nikolaus Schneider, ruft zur Fürbitte für Youcef Nardakhani auf.
Foto: pro |

Schneider: "Am Sonntag für Nadarkhani beten!"

Christen sollten an diesem Sonntag für die Freilassung des im Iran inhaftierten Pastors Youcef Nadarkhani beten. Dazu hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, aufgerufen. Der zweite Sonntag in der Passionszeit ist seit 2010 in der evangelischen Kirche der Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen gewidmet.

"Es ist für uns inakzeptabel, dass ein Mensch aufgrund seiner Religionszugehörigkeit verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Die Religionsfreiheit und das Recht auf freie Religionsausübung ist ein verbrieftes Menschenrecht, das auch für Angehörige religiöser Minderheiten im Iran gilt", sagte Schneider am Freitag mit Verweis auf den Fürbitte-Sonntag. "Ich bin dankbar, dass sich Politiker in Deutschland und weltweit intensiv um die Freilassung von Youcef Nadarkhani bemühen."

Viele Christen in Deutschland seien erschüttert über das Schicksal des iranischen Pastors. "Lasst uns diese Erschütterung und Sorge im Gottesdienst in der Fürbitte vor Gott bringen", so Schneider. "Und lasst uns auch die vielen Glaubensgeschwister in anderen Teilen der Welt nicht vergessen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Christentum unter Bedrängnissen und Verfolgung leiden. Neben der politischen Unterstützung und dem Einsatz für das Menschenrecht der Religionsfreiheit brauchen diese Glaubensgeschwister vor allem Solidarität, wie sie in der Fürbitte vor Gott zum Ausdruck gebracht wird. Denn das Gebet ist ein besonderer Dienst des Christen an seinem Nächsten."

Das Kirchenamt der EKD hat ein Materialheft für den Fürbitte-Sonntag erarbeitet, das beispielhaft die Lage christlicher Minderheiten in der nordafrikanischen Maghreb-Region thematisiert. (pro)

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