Gesellschaft | 28.03.2012

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) freut sich darüber, dass der Ethikrat die zunehmende Vielfalt der Gesellschaft in Deutschland abbildet.
Foto: Regierung online / Fassbender |

Religiöse Vielfalt im Deutschen Ethikrat

Erstmals hat die Bundesregierung Kandidaten jüdischen und muslimischen Glaubens als neue Mitglieder für den Ethikrat vorgeschlagen. Der Rat bilde so die zunehmende Vielfalt der Gesellschaft in Deutschland ab, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) laut einer Pressemitteilung.

Zu den sechs neuen Mitgliedern, die von der Bundesregierung vorgeschlagen wurden, zählen Leo Latasch, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Frankfurt am Main und Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden, sowie Ilhan Ilkilic, Mediziner und Philosoph an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Im April müssen die Kandidaten von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) noch offiziell berufen werden. Neben den sechs neuen Mitgliedern hat die Bundesregierung fünf weitere für eine zweite Periode im Ethikrat benannt. Da für einen großen Teil der Mitglieder die Berufungsperiode zum 10. April 2012 ausläuft, waren von Seiten der Bundesregierung elf Mitglieder des Deutschen Ethikrates neu vorzuschlagen. Die Amtszeiten des früheren Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Wolfgang Huber, und Heike Walles, Professorin am Universitätsklinikum Würzburg, laufen weiter – sie bleiben also Mitglieder des Gremiums.

Der Deutsche Ethikrat berät die Bundesregierung und den Bundestag in ethischen, medizinischen, rechtlichen und sozialen Fragen. Er wurde 2008 eingerichtet und besteht insgesamt aus 26 Mitgliedern, die je zur Hälfte von Bundesregierung und Bundestag vorgeschlagen werden. Der Bundestag hatte seine 13 Vorschläge bereits Anfang März veröffentlicht. (pro/dpa)

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