Gesellschaft | 29.04.2012

Wenn die Rundfunkanstalt BBC ihre Planungen durchsetzt, wird eine ihrer kommenden Sendungen live aus einer Abtreibungsklinik übertragen. Vor allem Lebensschutzorganisationen protestieren.
Foto: Meagen |

Live aus der Abtreibungsklinik?

Auf herbe Kritik von Lebensschutzorganisationen ist die Ankündigung der britischen Rundfunkanstalt "BBC" gestoßen, eine ihre Sendungen aus einer Abtreibungsklinik auszustrahlen. Im Laufe der Sendung mit Gastgeberin Victoria Derbyshire sollen Menschen, die eine Abtreibung vorgenommen haben, ebenso zu Wort kommen wie das medizinische Personal der Klinik.

Dies meldet die "Christian Post" und beruft sich dabei auf die Londoner Zeitung "The Independent". "Aus einer Abtreibungsklinik zu übertragen, sei ein erneuter Beweis dafür, dass die Abtreibungsindustrie gefährdete Frauen bei ihrer Entscheidung über Tod und Leben ausnutze, reagierte ein Sprecher der Organisation "Heartbeat International" in einer offiziellen Mitteilung. "Einige dieser Frauen bereuen ihre Entscheidung einer Abtreibung. Eine Prüfung, die dadurch erschwert wird, dass sie ihren Leidensweg einem breiten Publikum schildern."

Es sollen alle zu Wort kommen

Die Lebensschutzorganisation "Life" äußerte ebenso ihre Bedenken, dass mit der Sendung, die Kliniken und die Abtreibungsindustrie gestärkt würden. Als ob die Vermarktung des Produktes Abtreibung nicht schon genug sei, biete die BBC dem Thema noch die notwendige Projektionsfläche. Die Rundfunkanstalt selbst möchte mit der Sendung eine Möglichkeit bieten, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen und ihre Sicht der Dinge zu äußern: "Dabei sollen alle zu Wort kommen, die in den Arbeitsablauf der Klinik integriert sind", wird die Gastgeberin Derbyshire im "Independent" zitiert.

Laut dem "Independent" soll es in den letzten Monaten auch überraschende Ermittlungen durch das Gesundheitsministerium in Abtreibungskliniken gegeben haben, bei der etliche gesetzliche Verstöße festgestellt worden seien. Eine investigative Recherche der britischen Zeitung “Daily Telegraph” im Februar habe ähnliche Ergebnisse zu Tage gebracht.

"Frauen brauchen emotionale Unterstützung und praktische Hilfe in dieser Situation", mahnt die Organisation "Heartbeat International". Dabei sollten auch die Risiken einer Abtreibung und deren Folgen angesprochen werden. Die Organisation versuche international so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Dabei gehe es aber auch darum, die Würde der Frauen zu bewahren. (pro)

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Goggle+ anmelden um zu kommentieren oder ohne Anmeldung als Gast einen Kommentar abgeben. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. . Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus
Anzeigen