Politik | 09.12.2009

Auch heute noch gebe die Bibel "Trost und Hoffnung", sagte Bundespräsident Horst Köhler bei der 50-Jahr-Feier des Instituts für Neutestamentliche Textforschung der Universität Münster
Foto: WWU/Peter Grewer |

Köhler im Gespräch mit der Rektorin der Uni Münster, dem Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät und dem Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (von links)
Foto: WWU/Peter Grewer |

Horst Köhler: "Bibel ist wichtigstes Buch, das ich kenne"

Als "wichtigstes Buch, das ich kenne" hat Bundespräsident Horst Köhler die Bibel bezeichnet. Auch wenn sie tausende Jahre alt sei, gebe sie auch heute Trost und Hoffnung. Das sagte Köhler am Mittwoch bei der 50-Jahr-Feier des Instituts für Neutestamentliche Textforschung der Universität Münster.

Laut einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) sagte der Bundespräsident, die biblischen Texte seien zwar mehrere tausend Jahre alt, "aber ihr Inhalt ist heute genauso aktuell wie damals". Das Buch leuchte "alle Gründe und Abgründe unserer menschlichen Existenz" aus und gebe Trost und Hoffnung.

"Die Bibel bietet uns Orientierung", sagte das deutsche Staatsoberhaupt. Die Heilige Schrift habe Antworten auf die großen Menschheitsfragen: Woher kommen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Was sind die richtigen Maßstäbe des Handelns?

Laut einem dpa-Bericht sagte Köhler, er lese seinen Enkelkindern mit Begeisterung aus der Bibel vor. Es gebe "wunderbare Kinderbibeln". "Es macht Freude, diese Texte Kindern vorzulesen, ihnen auf diese Weise die Grundlagen unseres Glaubens zu vermitteln. Das kann ein wertvoller Beitrag für die frühkindliche Erziehung sein und es ist auch eine gute Gelegenheit, die eine oder andere Geschichte selbst noch einmal zu überdenken und ihre Lehren zu beherzigen." Köhler betonte: "Für mich persönlich ist die Bibel das wichtigste Buch, das ich kenne."

Die Feierstunde zum 50-jährigen Bestehen des Instituts für Neutestamentliche Textforschung fand am Mittwoch im Münsteraner Schloss statt. Köhler würdigte das Institut als bundesweit einzigartige Einrichtung. Hauptaufgabe der 1959 von dem Theologieprofessor D. Kurt Aland gegründeten Einrichtung ist die Erforschung und Rekonstruierung des griechischen Urtextes des Neuen Testamentes. Aland reiste von russischen bis zu den griechischen Klöstern, vom Balkan bis zum Sinai, um sie zu sichten und zu fotografieren. "Früher mussten Wissenschaftler durch die halbe Welt reisen, heute kommen sie nach Münster und können alles an einem Ort vergleichen und auswerten", lobte Köhler die Arbeit Alands.

Köhler ist Vorsitzender des Kuratoriums der Hermann-Kunst-Stiftung, die das Institut finanziell unterstützt. Die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität, Ursula Nelles, unterstrich die Wichtigkeit der Testamentserforschung in allen Zeiten: "Ernsthafte theologische Textforschung war, ist und wird immer aktuell sein." (PRO)

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Goggle+ anmelden um zu kommentieren oder ohne Anmeldung als Gast einen Kommentar abgeben. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. . Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus
Anzeigen