Weltweit | 01.03.2016

Ein Teil des Campus der britischen Sheffield-Universität: Hier darf ein 38-Jähriger nicht studieren, weil er in einer Online-Diskussion über Homosexualität auf die Bibel verwiesen hatte

Ein Teil des Campus der britischen Sheffield-Universität: Hier darf ein 38-Jähriger nicht studieren, weil er in einer Online-Diskussion über Homosexualität auf die Bibel verwiesen hatte
Foto: Dalwas, Wikipedia | Public Domain

Wegen Bibelvers zu Homosexualität: Uni wirft Studenten raus

Ein Student der sozialen Arbeit an der Sheffield-Universität in Großbritannien ist wegen seinen Ansichten über Homosexualität von seinem Kurs ausgeschlossen worden. Zuvor hatte er auf Facebook einen Bibelvers geteilt, in dem Homosexualität als „Gräuel“ bezeichnet wird.

Felix Ngole, ein christlicher Student an der britischen Universität Sheffield, wurde von seinem Hochschulkurs ausgeschlossen, nachdem er seine Position zum Thema Homosexualität öffentlich verbreitet hatte. Die Leitung der Hochschule teilte ihm mit, dass seine „grenzüberschreitenden Äußerungen“ „nicht angemessen“ für einen angehenden Sozialarbeiter seien. Das berichtet die britische Zeitung The Telegraph. Zudem könnten sich einzelne Personen wegen der öffentlichen Facebookeinträge „angegriffen“ fühlen.

Der Student im Aufbaustudium zitierte in seinem Posting unter anderem einen Vers aus 3. Mose: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.“ Außerdem bekundete Ngole seine Solidarität mit der amerikanischen Standesbeamtin Kim Davis. Diese hatte im September vergangenen Jahres für Aufsehen gesorgt, als sie sich geweigert hatte, homosexuellen Paaren Heiratslizenzen auszustellen.

Der gebürtige Kameruner wird in einer Quelle im Bezug auf die Vorwürfe folgendermaßen zitiert: „Die Art, wie ich behandelt wurde, wirft sehr ernsthafte Fragen auf über die Art, wie Studenten an englischen Universitäten in ihren Ansichten und Überzeugungen zensiert werden.“ Außerdem äußerte er sich kritisch darüber, dass persönliche Aussagen in den sozialen Medien neuerdings zur Beurteilung, ob Studenten „fit und angemessen“ für ihren angestrebten Beruf seien, herangezogen würden. Während die Universität seine Ansichten als diskriminierend bezeichne, so sei er derjenige, der wegen seiner christlichen Überzeugungen diskriminiert werde.

„Wie hätte Uni auf muslimische Äußerung zu Homosexualität reagiert?“

Darüber hinaus wirft der 38-jährige Vater von vier Kindern der Hochschule Ungleichheit in ihrer Behandlung unterschiedlicher religiöser Gruppierungen vor. „Ich frage mich, ob die Universität irgendwelche Maßnahmen ergriffen hätte, wenn ein muslimischer Student, der das Recht der Scharia mit dessen Lehren über Frauen und Homosexualität vertritt, gemäßigte Kommentare auf Facebook verbreitet hätte.“

Die Vorstandsvorsitzende der englischen Lobbygruppe „Christian Legal Centre“, Andrea Williams, kommentierte: „Das ist der neueste in einer Reihe von Fällen, bei denen Christen von Berufen ausgeschlossen werden.“ Die Hochschule habe versäumt, Ngoles Recht auf freie Meinungsäußerung und sein Recht auf Religionsfreiheit zu schützen, erklärte sie.

Ngole hat nach eigener Aussage mit homosexuellen Personen zusammengearbeitet, dabei habe es keine Probleme gegeben. Er habe nichts gegen Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben, das sei deren Entscheidung. „Aber ich bin Christ und wenn ich nach meinen Ansichten gefragt werde, sollte ich die Freiheit besitzen, diese zu vertreten.“ (pro)

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