updateWeltweit | 22.07.2014

Überbrachte eine Botschaft des Papstes an US-Pfingstkirchen: Tony Palmer

Überbrachte eine Botschaft des Papstes an US-Pfingstkirchen: Tony Palmer
Foto: YouTube / Screenshot:pro

Papstvertrauter Tony Palmer verunglückt

Noch im Februar hatte der Brite Tony Palmer eine persönliche Video-Botschaft des Papstes an eine Pfingstkonferenz übermittelt. Nach einem Unfall erlag Palmer am Sonntag seinen Verletzungen.

Nach Angaben der britischen Zeitschrift Christianity Today erlag Palmer am Sonntag den Verletzungen eines Motorradunfalls, der sich am Morgen des gleichen Tages ereignet hatte. Die Ärzte hatte das Leben des als charismatisch geltenden Pastors trotz einer mehrstündigen Notoperation nicht retten können.

In einer Grußbotschaft hatte Papst Franziskus Palmer als „meinen Bruder Bischof Tony Palmer“ bezeichnet. Palmer hatte den späteren Papst 2006 in Argentinien kennen gelernt und war seitdem mit ihm befreundet. Im Auftrag von Papst Franziskus hatte Palmer, Bischof einer Episkopalkirche, eine Videobotschaft des Pontifex an eine Leiter-Konferenz christlicher Pfingstgemeinden in den USA unter der Leitung von Kenneth Copeland überbracht. In der Botschaft hatte Papst Franzikus seine Hoffnung erklärt, dass die Trennung der verschiedenen Denominationen enden und Christen verschiedener Richtungen Gemeinschaft haben könnten. „Ich sehne mich nach dieser Umarmung“, sagte Franziskus in dem Video, das Palmer mit seinem Smartphone bei einem Treffen mit dem Papst im Vatikan aufgezeichnet hatte.

„Luthers Protest ist vorbei – eurer auch?“

Im Rahmen der Konferenz hatte sich auch Palmer mit eindrücklichen Worten an die Teilnehmer gewandt. „Brüder und Schwestern, Luthers Protest ist vorbei. Ist es eurer auch?“, fragte Palmer und nahm dabei Bezug auf die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre der Methodisten, Katholiken und Lutheraner aus dem Jahr 1999. Dieses als zentral geltende Dokument der ökumenischen Bewegugng wird bislang von keiner evangelikalen Gruppierung mitgetragen. „Ich glaube, das ist etwas, das behoben werden muss“, hatte Palmer auf der Pfingskonferenz gefordert.

„Motor der Ökumene“

Noch im Juni hatte Thomas Schirrmacher, Theologe und Menschenrechtsexperte bei der Weltweiten Evangelischen Allianz, zusammen mit Tony Palmer und vier weiteren evangelikalen und charismatischen Leitern den Papst in einer Delegation zu einem privaten Gespräch besucht. Palmer hatte den Weg zu dem Treffen bereitet. Schirrmacher würdigte Palmer gegenüber pro als einen „Missionar, der auf allen Kontinenten wirkte“ und als „Brückenbauer zwischen den Konfessionen“. Dabei habe Palmer die tiefgreifenden theologischen Unterschiede immer sehr ernst genommen, erklärte Schirrmacher. Palmer blieb „im Herzen immer ein Evangelikaler, der wahren Glauben nur in der persönlichen Begegnung mit Jesus und einem Leben mit ihm wiederfand“, sagte Schirrmacher. „Christliche Leiter in aller Welt werden einen Motor der Ökumene vermissen.“

Palmer war Bischof der „Communion of Evangelical Episcopal Churches“, einer Abspaltung der anglikanischen Kirche. Mit seiner Frau und den beiden Kindern lebte Palmer in Trowbridge in der südwestenglischen Grafschaft Wiltshire. (pro)

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