Gesellschaft | 06.02.2015

Gibt es jetzt auch als Playmobilfigur: den Reformator Martin Luther

Gibt es jetzt auch als Playmobilfigur: den Reformator Martin Luther
Foto: David / flickr | CC BY 2.0 | CC BY 2.0

Reformator Luther als Playmobil-Figur

Den Reformator Martin Luther gibt es jetzt auch als Playmobil-Figur. In der rechten Hand hält er einen Federkiel, in der Linken die aufgeschlagene Bibel. Das Ganze ist eine Werbeaktion für die bis 2017 dauernde Luther-Dekade.

Zwei Jahre vor dem Reformationsjubiläum hat ein fränkischer Spielwarenhersteller den Reformator Martin Luther als Playmobil-Figur auf den Markt gebracht. Die Tourismusmanager der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) und die Stadt Nürnberg sehen darin einen populären Beitrag zu der bis 2017 dauernden Luther-Dekade. Die DZT hat die Figur mit der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg entwickelt.

Medienzentrum der Reformation

Die Stadt möchte im Zuge der Luther-Dekade ihre Rolle als „Medienzentrum der Reformation“ beleuchten. Nürnberg war zu Luthers Zeiten ein herausragender Druckstandort und beeinflusste die Reformation deshalb stark. Nach dem Willen der Evangelischen Kirche und der Tourismuswerber soll er „religiös-spirituelle Kulturreisende“ nach Deutschland locken, erläuterte DZT-Vertreterin Petra Hedorfer.

Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche wollen die Tourismuswerber die 7,5 Zentimeter große Spielfigur als „Reformationsbotschafter“ einsetzen. Eine beigelegte Deutschlandkarte samt Verweis auf die entsprechende DZT-Webseite erläutert die 35 wichtigsten Stationen im Leben Luthers. Sie machten nach Schätzungen der DZT einen Anteil unter den Touristen von drei bis fünf Prozent aus.

34.000 Stück Startauflage

Die Tatsache, dass man die Luther-Figur zusammen- und auseinander bauen kann, ist für Christian Düfel, Koordinator für die Luther-Dekade der Evangelisch-Lutherischen Kirche in<nonbreaking-space>Bayern, ein Sinnbild dafür, dass es sich bis heute lohne, „sich mit Luther auseinanderzusetzen“. Anfänglich soll es 34.000 der kleinen Figuren geben. Der Mini-Luther ist in Museums-Verkaufsstellen, Tourismus-Informationen und online zu erwerben. Er soll 2,39 Euro kosten.

In Nürnberg hat Martin Luther ein historisches Vorbild: Albrecht Dürer. Seine Figur wurde seit ihrer Vorstellung 2012 weltweit 80.000 Mal verkauft. Dürer war dort mit langhaariger Lockenfrisur, Staffelei und Pinsel nachempfunden. Mit seinen 95 in Wittenberg veröffentlichten Thesen hatte Martin Luther die Reformation der Kirche in Gang gebracht.(pro)

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