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Gesellschaft

Kein Kreationismus in der Bio-Stunde

Freien Schulen in Großbritannien, die im Biologieunterricht Theorien des "Intelligent Design" oder des Kreationismus lehren, kann künftig die staatliche Finanzierung gestrichen werden. Der Entscheidung des Bildungsministeriums war eine Kampagne von Humanisten vorausgegangen.

Da Schulen freier Träger in Großbritannien nicht an die genauen Lehrpläne gebunden sind, ist es ihnen bisher theoretisch möglich gewesen, Theorien des "Intelligent Design" oder den biblischen Kreationismus in naturwissenschaftlichen Fächern zu unterrichten, meldet der Onlinedienst "Daily Maverick". Schulen, die das tun, will das Bildungsministerium künftig die Fördermittel streichen. Es dürften keine Erklärungsmodelle erwähnt werden, die "etablierten wissenschaftlichen und/oder historischen Beweisen und Erklärungen zuwiderlaufen".

Im vergangenen Jahr hatte der Britische Humanisten-Verband (BHA) eine Kampagne gegen Kreationismus und "Intelligent Design" an Schulen gestartet. Die Gruppe sammelte 20.000 Unterschriften für eine Petition, die an die britische Regierung überreicht wurde. Darin fordern Wissenschaftler wie der prominente Atheist Richard Dawkins, dass Schülern statt Kreationismus nur die Evolutionstheorie beigebracht werden soll. Der BHA-Vorsitzende Andrew Copson gratulierte der Regierung zu ihrer Entscheidung und betonte, es sei noch viel zu tun, bis alle Schulen nur noch die Evolutionstheorie unterrichteten. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Regierung und all denen, die auf eine rationale und beweisbasierte Bildung setzen, um weitere Änderungen zu erreichen", schreibt Copson auf der Homepage des Verbandes. (pro)


VON: mb | 17.01.2012

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Kommentare [18] >>>

  • Schn | 18.01.2012 13:19:37

    Also, ich bin der Meinung - bin gläubiger Christ - dass in der Schule, insb. im Biologieunterricht die Evolutionstheorie gelehrt werden muss. Mit ID kann man die Schüler/innen konfrontieren, wenn man hinreichend und umfangreich die ET vorgestellt hat. Eine Konfrontation von ET und ID im Biologieunterricht halte ich für schwachsinnig (im Sinne von Schwach im Sinn!), da die ID von den wissenschaftlichen Kriterien nicht annähernt gleichranging ist. Übirgens wird Wissen und Wahrheit nicht durch politische Machtkämpfe ausgelost... sie stehen fest. Und wer der Bibel eine Schöpfung binnen sechs Tage zu entnehmen vermag, der sollte in der Lage sein, zu erklären, warum man in der Naturwissenschaft solche Erfolge mit den ganzen Theorien hat... Wir kommen nicht darum, uns von unseren fest eingefahrenen Vorstellungen über Genesis zu lösen, sie nicht mehr Schöpfungsberichte zu nennen, sondern uns dem Text zu widmen und zu sehen, dass es sich um Schöpfungshymnen handelt.

  • nik | 18.01.2012 12:56:40

    haben wir christen eigentlich keine wichtigeren themen zu diskutieren als immer wieder das thema kreationismus vs. evolution durchzukauen? da gibt es doch deutlich relevantere themen. was christlicher glaube damit zu tun hat dass ich evolution ablehne muss soll mir erst mal jemand erkläre. @david: ich bin christ, ich habe ein kind. ich zahle gerne steuern dafür dass mein kind guten naturwissenschaftlichen biologieunterricht bekommt. mfg

  • David | 17.01.2012 20:00:31

    @Jérôme Denis Andre Intelligent Design stellt Fragen, auf die die ET nicht antworten kann. Verschiedene Fragen zu stellen die eine andere alte Theorie selbst in Frage stellen, gehört zur wissenschaftlichen Freiheit, Punkt. ID hat auch nichts mit einer speziellen Religion zu tun, was man daran erkennt das auch Agnostiker hier mitwirken. Zum Thema Schule: Der Staat hat eben nicht die Aufgabe der Bildung, sondern ist eigentlich nur wenn überhaupt für innere und äußere Sicherheit verantwortlich. In einen Land wo aber auf Kapitalismus, ein Thema was unmittelbar damit zusammenhängt, verzichtet wird, ist dies aber kein Wunder dass das nicht bekannt ist. Wenn Atheisten unbedingt die ET lehren möchten, so sollten sie auch auf die Steuergelder verzichten die von christlichen Eltern eingezahlt werden, obwohl jene an die Schöpfungslehre glauben und dennoch durch den Staat dazu gezwungen werden (z.B. durch Steuern, was das verfügbare Kapital schmälert), ihre Kinder eben genau auf diese staatlichen Schulen zu schicken. Das beste um generell solche Konflikte zu vermeiden, ist das man das Bildungswesen wie alle anderen öffentlichen Güter privatisieren und im Gegenzug Steuern senken sollte, da ja der Staat diese dann nicht mehr benötigen würde. Vorteil mehr Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb und dadurch niedrige Kosten. Außerdem keine Konflikte mehr wie in dem Fall zw. Krea. und Evos. Die einen schicken auf christliche, die anderen schicken ihre Kinder auf atheistische Schulen. www.westdemokraten.net.tc

  • Baldur Gscheidle | 17.01.2012 18:33:12

    Evolution: Was geschieht denn etwa, wenn 20000 Christen sich per Petition an den Staat wenden und fordern, dass auch die biblische, sprich kreationistische Sichtweise parallel zum Glauben an die Evolution in der Schule behandelt wird? Reagiert da auch der Staat und berücksichtigt die Forderung dieser Leute? Leute welche den Kreationismus vertreten, werden leider auch bei uns verächtlich gemacht, ja sogar als Gefahr für den Staat angesehen. Siehe „Die vermeintlichen Gefahren des Kreationismus“. (http://www.dnjansen.eu/creationisme.de.html) Nach wie vor ist die Evolutionstheorie eine unbewiesene Annahme, auch wenn die „so genannte Wissenschaft“ diese Lehre als absolute Tatsache verkauft. Niemand hat bis jetzt aus toter Materie Leben erschaffen können. Leben kommt nur durch einen lebenden Organismus zustande. Es ist schon bemerkenswert, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz diese Theorie durch klare und eindeutige nachvollziehbare Fakten, fast auf der ganzen Welt als feststehende Tatsache vertreten wird. Der menschliche Stammbaum, vom Affen zum Menschen, wie er vereinfachend mit ein paar gezeichneten Figuren dargestellt wird, entbehrt doch jeglicher Grundlage. Fantasiebilder die glauben machen wollen, dass die Entwicklung in Millionen von Jahren so abgelaufen sein soll. Wo bleibt nun ein Stammbaum von der Entwicklung der Giraffe? Da müssten doch zahlreiche Knochenfunde vorhanden sein. So könnte man das bei allen Lebewesen durchexerzieren. Aber grau ist eben alle Theorie! Zu diesem Thema gibt es übrigens ein ausgezeichnetes Buch von Prof. Dr. Werner Gitt. Titel: „95 Thesen gegen die Evolution“, auch zum freien Download erhältlich. (http://www.0095.info/de/index_buchde.html) Ich freue mich auch über den ermutigenden Beitrag von T. Brandt! Ja wir als Christen sollten bei diesem Thema standhaft bleiben. Beten wir auch für unsere Kinder, die das Dilemma zwischen angeblich wissenschaftlicher Erkenntnis und dem biblischem Glauben aushalten müssen.

  • Harry | 17.01.2012 18:03:00

    An denen die glauben Evolution ist Wissenschaft: Darwin war ein verbitterter Theologiestudent und nicht Wissenschaftler. Seine Beobachtung: Artenvielfalt. Seine Schlussvolgerung: Evolution.

  • T.Brandt | 17.01.2012 18:00:34

    @Jérome: Hier geht es nicht um die staatliche Bildungshoheit per se, sondern darum, dass eine gesellschaftliche Gruppe dafür sorgt, dass an Privatschulen (!) neben der Evolutionstheorie, die ja gelehrt werden sollte (!), alternative Ansätze nicht vorgestellt werden dürfen. Es sind ja dieselben Leute, die in der Wissenschaft eine Auseinandersetzung um Evolution behindern. Warum? Weil die Evolutionstheorie eine wesentliche Grundlage für ihr Weltbild darstellt. Was diese "gut begründete wissenschaftliche Theorie" angeht: Als Evolutionskritik empfehle ich ihnen www.vergessene-archaeologie.info (Michael Brandt: Steinwerkzeuge fast so alt wie Dinosaurier). Evolution ist nicht einfach eine Theorie aus der Biologie, ihr Grundkonzept reicht bis in die Antike zurück, sie ist im wesentlichen Philosophie.

  • Jérôme Denis Andre (stud.theol.) | 17.01.2012 16:27:37

    Der Staat hat nun mal die Faktisch gesetzliche Bildungshoheit. Wem das nicht passt, der soll auswandern. - Und dass sich dieser Staat - der per Definition schon sekular zu sein hat - sich dann lieber an einer gut begründeten wissenschaftlichen Theorie orientiert, statt an der fundamentalistischsten Auslegung einer einzelnen Religion, das sollte doch verständlich sein .... Zumal mir nicht in den Kopf will, inwiefern die Evolutionstheorie ein " Zugpferd des Atheismus" sein kann, wo sie doch eine Theorie aus der Biologie ist, und mit dem für und wider einer Religion, und damit auch dem Atheismus, per se erst einmal Nichts zu tun hat.

  • T.Brandt | 17.01.2012 15:04:35

    Jetzt gilt es, dass die christlichen Gemeinden in Großbritannien umso stärker sich des Themas Schöpfung und die damit verbundene Auseinandersetzung mit der Evolultionstheorie widmen. Christen, bleibt standhaft und widersteht den Angriffen der weltlichen Philosophie (vgl. Kolosser 2, 4 - 8)! Das Konzept der evolutionistischen Naturphilosophie wurde im 19. Jahrhundert trotz widersprechender wissenschaftlicher Befunde erfolgreich neu etabliert und ist heute das wichtigste Zugpferd des Atheismus. Auch wenn heute die christliche Lehre mit allen Mitteln bekämpft wird, so werden eines Tages "sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters." (Philipper 2, 10 - 11)

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