Sind Evangelikale "extrem diskriminierend"?
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"Nicht alle Evangelikalen sind
Fundamentalisten – aber alle Fundamentalisten bezeichnen sich als
Evangelikale." Mit diesen Worten eröffnete Annette Kick,
Beauftragte für Weltanschauungsfragen der Württembergischen
Landeskirche, am Freitag eine Debatte um die Frage "Sind
Evangelikale Fundamentalisten?". Werth bemerkte, dass die
Begriffe in den letzten Jahren "durcheinander geworfen wurden",
etwa im Zusammenhang mit der Koranverbrennung des Pastors Terry Jones
in den USA, der laut Werth "offen als evangelikal tituliert"
worden, in Wahrheit aber "einfach nur durchgeknallt"
sei.
Für Lambrecht, Mitautorin des Buchs "Mission Gottesreich", sind Evangelikale ohne wenn und
aber Fundamentalisten, teilten die Welt in Schwarz und Weiß, seien
der Meinung, dass Homosexuelle gerettet werden müssten, wollten
Muslime missionieren, erkannten die Naturwissenschaften in Teilen
nicht an und seien somit "extrem diskriminierend". "Ich
denke als Christin auch, dass ich die richtige Religion habe",
verteidigte Landeskirchlerin Kick die Evangelikalen daraufhin, und
weiter: "Wenn Sie alle in einen Topf werfen, bin ich auch in dem
Topf."
Werth entschuldigt sich bei
Homosexuellen
Werth betonte, es sei die Pflicht jedes
Christen, Respekt vor den Menschen zu haben. In diesem Sinne
entschuldigte er sich im Namen der Allianz bei Homosexuellen, die
Diskriminierungen erfahren hätten. "Ich persönlich bin der
Meinung, dass Homosexualität nicht dem Schöpfungsgedanken Gottes
entspricht, aber ganz vieles, was wir heute tun, entspricht dem
nicht", erklärte er weiter. Werth wies aber auch auf eine
"unglaubliche Aggressivität" hin, mit der Schwulen- und
Lesbenverbände gegen evangelikale Christen vorgingen. Für Lambrecht
ist das ein "unauflösbarer Widerspruch". Werth könne sich
nicht entschuldigen, zugleich aber die Lebensweise Schwuler und
Lesben als nicht gottgewollt darstellen.
Kick warb am Ende der
Debatte für eine Annäherung von Landeskirche und Allianz. Die
"Grabenkämpfe der 60er und 70er Jahre" seien zu beenden.
Vielmehr sollten Christen "Verbündete für ein lebendiges
Umgehen mit der Bibel" sein. Dem stimmte Werth zu: Landeskirche
und Allianz sollten "zusammenstehen und Unterschiede aushalten",
erklärte er. (pro)
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Charly | 03.06.2011 15:03:34
Wenn ich die nun reichlich erfolgten Publikationen und Äußerungen von Oda Lambrecht verfolge, komme ich nicht umhin, in ihr eine Fanatikerin zu sehen die in ihrer Weltsicht extrem eingeschränkt ist. Immer wieder beweist sie, dass sie anscheinend nicht in der Lage ist komplexere Strukturen zu erfassen und sich lieber in einfache Erklärungsmuster flüchtet. Ihre sogenannte "Sachkenntnis" über Evangelikale ist in meinen Augen schlicht nur albernes Geschwätz. Ich finde es albern, einen solchen Menschen dann auch noch zu Diskussionen einzuladen. Das dabei nur Murks herauskommen kann, liegt auf der Hand. Ich frage mich aber auch, warum bestimmte Evangelikale den Eindruck vermitteln, als stünden sie unter den Zwang sich der vermeintlichen Gesellschaftsmeinung anzubiedern. Ich finde es nicht konstruktiv zu lesen, wie Jürgen Werth mit alternativen Begriffen hantiert und letztlich damit nur unglaubwürdig wird. Warum sollten wir Christen uns darum schämen Christen zu sein? Warum solche abenteuerlichen Bezeichnungen suchen um sie morgen wieder durch neue zu ersetzen? Wenn ich nicht zu dem stehen kann was ich bin, sollte ich nicht vertreten zu sein, was ich vorgebe zu sein. Jürgen Werth ist auf jeden Fall keiner, der mich und meine Art zu glauben vertritt. Warum sollten wir Christen uns schämen Meinungen zu haben und sie zu vertreten? Nur weil eine populäre "political correktnes" das angeblich erfordert, die morgen wieder ganz anderes fordert? Die Vertreter der "political correktnes" hingegen sind in ihrem Auftreten dominant und übergriffig. Wie naiv solchen etwas zuzugestehen, weil wir nicht bereit sind zu uns zu stehen. Wer besonders laut, unverschämt und unreflektiert auftritt hat damit dann auch schon Recht und wir entschuldigen uns dafür, eine Meinung zu haben? Geht es noch?