Christliche Werte für Europa
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Wie sollen Christen Europa prägen?
Von 15 bis 18 Uhr berichten Gründer und Leiter verschiedener Bewegungen und Gemeinschaften von ihren gemeinsamen Initiativen. Politiker verschiedener Länder beschreiben ihre Sicht auf Europa und ihre Hoffnung auf den Beitrag der Christen. Auch Jugendliche stellen ihre Visionen der Zukunft ihres Kontinents vor.
Zu den Referenten gehören hochkarätige Politiker, so spricht etwa Romano Prodi, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission, über den "Beitrag der christlichen Gemeinschaften und Bewegungen in Europa". Martin Schulz, derzeit Präsident des EU-Parlaments, spricht über das "Europa der Völker". Der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy meldet sich in einer Videobotschaft.
Auf der Veranstaltung sollen auch die aktuellen Probleme Europas zur Sprache kommen. Luigino Bruni, Professor für Wirtschaftspolitik in Mailand, stellt die Frage nach einer gerechteren Wirtschaft. Thematisiert werden außerdem die Integration von Randgruppen und die Rolle der Familien. Zum Abschluss spricht Thomas Römer, geistlicher Leiter im "Christlichen Verein Junger Menschen" (CVJM) in München, über die Fundamente Europas.
Einsatz für christliche Einheit und Vielheit in Europa
Das Netzwerk "Miteinander für Europa" entstand um die Jahrtausendwende auf Anregung des katholischen Bischofs und Theologieprofessors Ulrich Wilckens und der Gründerin der ökumenischen "Fokolar-Bewegung", Chiara Lubich (1920-2008). Grundgedanke war dabei, dass die Trennung der Christen Ursache für den Atheismus in Europa ist. Im Jahr 2001 schlossen mehr als 800 Vertreter christlicher Gemeinschaften in München ein "Bündnis der gegenseitigen Liebe".
In den Jahren 2004 und 2007 trafen sich die beteiligten Gemeinschaften in Stuttgart mit dem Wunsch, zu einem geeinten Europa beizutragen und dabei die Vielfalt des Christentums in Europa zu bewahren. 2008 erhielt "Miteinander für Europa" den Ökumene-Preis der ökumenischen Vereinigung "Unità dei Cristiani". Das diesjährige dritte große Treffen steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der EU-Komission, José Manuel Barroso, der Generalsekretärin der UNESCO, Irina Bokova, und des Generalsekretärs des Europarats, Thorbjørn Jagland. (pro)
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Weiterführende Links zu dem Thema
- Link zur Internetseite von "Miteinander für Europa" [http://www.miteinander-wie-sonst.org/]
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B. Gscheidle | 14.05.2012 21:36:11
Teil 1: Ja wo sind sie denn die „christlichen Werte“ für Europa? Christlich, Katholisch, Protestantisch, Islamisch, Hinduistisch und was noch alles, soll alles nach der katholischen „Focolar- (Chiara Lubich) und ebenfalls katholischen Schönstatt Bewegung“, die bei diesem „Miteinander“ eine führende Rolle spielen, zusammen verknüpft und zur Übereinstimmung gebracht werden. Wurde in Europa durch diese Kongresse etwa der „christliche Glaube“ gestärkt, wurden vielleicht weniger Kinder abgetrieben, weniger Verbrechen begangen – was haben diese Kongresse eigentlich real gebracht? Wahrscheinlich ist das lediglich eine mehr oder weniger euphorische Massenveranstaltung mit hoch klingenden Namen aus Politik, Gesellschaft und den verschiedensten Religionen. Es sollen die verschiedensten religiösen Strömungen zu einem einheitlichen Europa zusammengeführt werden. Es ist doch stark anzuzweifeln, dass dies dem Willen des lebendigen Gottes und Jesus Christus entspricht. Bekanntlich sagte Jesus, dass „Sein Reich nicht von dieser Welt ist“ – und schon gar kein politisches Konstrukt! Beteiligte Gruppen und Bewegungen von "Miteinander für Europa" bestehen aus - Marianischen Sekten, Interreligiösen- sowie Humanistischen Gruppierungen – und diese sind alles andere als Evangeliums gemäß ! Das wichtigste Gebiet des Einsatzes der Fokolaren für Einheit ist das der Religion, verstanden als Einheit der katholischen Kirche, Einheit aller Kirchen und Einheit aller Religionen. Hierbei wird Einheit weniger in den religiösen Ritualen angestrebt, sondern dadurch, dass alle Kirchen und alle Religionen, unter Beibehaltung ihrer Rituale, eins werden in ihren Werten und Zielen innerhalb einer universellen Bruderschaft der ganzen Menschheit, die über allen Religionen steht. Bereits in den 70er Jahren begann Lubich die Einheit mit verschiedenen Schulen des Buddhismus zu suchen, später die Einheit mit dem Islam und dem Hinduismus. Heute gehören den Fokolaren Anhänger verschiedener Religionen an. (http://www.nua.de/smf/index.php?topic=117.0)
B. Gscheidle | 14.05.2012 21:33:42
Teil 2: Auch die Deutsche Evangelische Allianz will sich in diesen Prozess einbringen: „Als Schlüssel für die Einheit der Christen bezeichnete Gerhard Proß, leitender Referent des CVJM Esslingen und Mitglied des Koordinationsteams von Miteinander für Europa, die „Gabe und Gnade Gottes in anderen Gemeinschaften und Kirchen zu suchen, statt sich gegenseitig kritisch zu be- oder gar verurteilen“. Als Repräsentant eines „älteren geistlichen Bruders“ der seit zehn Jahren bestehenden Miteinander-Initiative begrüßte Proß den Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, deren internationale (freimaurerische) Wurzeln mehr als 160 Jahre zurückreichen. Steeb brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass beide evangeliumsgemäßen Strömungen nahezu identische Ziele verfolgen. Steeb wünschte sich: „Beide Strömungen müssen sich noch weiter vernetzen.“ (http://www.miteinander-wie-sonst.org/presse/pressemitteilungen/07112009-abschluss-pm-wuerzburg/) Also ist hier doch etwas mehr Zurückhaltung geboten! „Als Christen sind wir aufgeordert, die Geister zu prüfen!“