Film | 08.01.2016

Der Roman „Valentina” erzählt von einer Zwangsarbeiterin, die aus dem Gestapo-Lager flieht und bei einer christlichen Familie Unterschlupf findet. Jetzt wurde das Buch verfilmt.

Der Roman „Valentina” erzählt von einer Zwangsarbeiterin, die aus dem Gestapo-Lager flieht und bei einer christlichen Familie Unterschlupf findet. Jetzt wurde das Buch verfilmt.
Foto: Brunnen

Christliches Buch „Valentina“ kommt auf die Leinwand

Valentina, eine ukrainische Zwangsarbeiterin, flieht im Zweiten Weltkrieg aus einem Gestapo-Lager. Eine gläubige Familie versteckt sie und rettet ihr damit das Leben. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans wird nun uraufgeführt.

Fritz Stiegler veröffentlichte seinen Roman „Valentina“ im christlichen Brunnen-Verlag in Gießen. Der Landwirt und Autor aus Franken verknüpft dabei Elemente aus seiner eigenen Familiengeschichte – seine Großeltern hatten während des Zweiten Weltkriegs einen französischen Zwangsarbeiter auf dem Bauernhof versteckt – mit den Erlebnissen einer Ukrainerin namens Valentina, die in einem Gestapo-Lager inhaftiert war, zu einer fiktiven Erzählung. In seinem Buch beschreibt er Leben und Alltag auf dem Land, die Spannungen und Ängste angesichts der nationalsozialistischen Propaganda – und entfaltet darin, wie die Familie einer gläubigen Bäuerin der geflohenen Zwangsarbeiterin Valentina bei sich Unterschlupf gewährt.

Dieser Roman wurde nun von Studenten und Absolventen der Hamburger Filmhochschule als Kurzfilm verfilmt. Dafür haben sie hochkarätige Schauspieler gewonnen. Tessa Mittelstaedt, die bis 2014 beim Kölner Tatort mitspielte, übernahm in „Valentina“ die Hauptrolle der Bäuerin Marie. Auch der Darsteller des Franken-Tatort-Komissars, Andreas Leopold Schadt, sowie Tobias Örtel (Tatort, SOKO Leipzig), Lili Zahavi („Momentversagen“, Tatort „Ohnmacht“), Matthi Faust (Der Bergdoktor „In der Fremde“) und andere gehören zu den Akteuren. Alle Mitwirkenden haben auf ihre Gage verzichtet. Tessa Mittelstaedt sagt zu ihrer Motivation: „Es gab diese Deutschen, die gesagt haben, wir bleiben unserem Humanismus treu, wir lassen uns nicht korrumpieren. Weder unseren Glauben, unsere Seele noch irgendwas. Um denen ein Denkmal zu setzen, deshalb steh ich hier.“

Die Anregung, das Buch zu verfilmen, bekam Produzent Tobias Rosen von seiner ehemaligen Lehrerin, erzählte er bei einer Vorab-Vorführung: „Felizitas Handschuch, die meine Lehrerin am Oberasbacher Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gewesen war, meinte am Telefon: ,Könnt ihr den Roman verfilmen? Oder wäre das womöglich größenwahnsinnig?’“

Historischer Anlass für den Film war, dass sich 2015 die Befreiung des Gestapo-Lagers im fränkischen Langenzenn, das Vorbild für jenes in Roman und Film, zum 70. Mal jährte. Im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis vom 18. bis 24. Januar in Saarbrücken wird „Valentina“ uraufgeführt. Das Festival gilt als das wichtigste für junge Filmemacher im deutschsprachigen Raum. Bevor Rosen den 30-minütigen Spielfilm drehte, produzierte er mit Schülern einen Dokumentarfilm, für die er Zeitzeugen zum Nationalsozialismus interviewte. Der Kurzfilm „Valentina“ wird auch auf DVD erscheinen. (pro)

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