Fernsehen | 23.01.2016

Im Kloster Weingarten leben keine Mönche mehr, sondern Flüchtlinge. Die Franziskanerin Schwester Ines hilft den Flüchtlingen in allen Belangen.

Im Kloster Weingarten leben keine Mönche mehr, sondern Flüchtlinge. Die Franziskanerin Schwester Ines hilft den Flüchtlingen in allen Belangen.
Foto: © SWR

Schwester Ines mit einem Flüchtling

Schwester Ines mit einem Flüchtling
Foto: © SWR

SWR-Doku: Nonnen betreuen Flüchtlinge

Im Kloster Weingarten in Baden-Württemberg leben heute keine Mönche mehr, sondern mehr als 100 Flüchtlinge aus der ganzen Welt. Betreut werden sie von zwei Franziskaner-Nonnen. Der SWR zeigt am Sonntag eine Dokumentation über den Wallfahrtsort.

Hinter den fast 1.000 Jahre alten Mauern des Klosters Weingarten auf dem Martinsberg im Südosten Baden-Württembergs leben heute keine Mönche mehr, sondern Flüchtlinge aus der ganzen Welt. Zwei Franziskaner-Nonnen betreuen die mehr als 100 Flüchtlinge. Einblicke in den Alltag von Flüchtlingen und Betreuern gibt der Film „Kloster Weingarten: Wallfahrtsort und Flüchtlingsheim“ von Claus Hanischdörfer.

Schwester Ines betreut 39 männliche Flüchtlinge, die auf die Annahme ihres Asylantrags warten. Sie hilft den Männern aus Kamerun, Nigeria, Eritrea und Pakistan in jeglicher Hinsicht, damit sie sich in Deutschland zurechtfinden. Die Flüchtlinge erfahren aber nicht nur behagliche Fürsorge. Außerhalb der Klostermauern stoßen die Flüchtlinge auch auf Rassismus, außerdem droht vielen die Abschiebung.

Der Film erzählt die Geschichte des Klosters und der größten Barockkirche nördlich der Alpen, und wie es dazu kam, dass heute keine Mönche mehr in der Klosteranlage leben. Wie reagieren die Weingartener, Pilger und Touristen auf die Flüchtlinge? Und wie ergeht es Pater Pirmin, wenn er das erste Mal nach seinem Auszug 2010 wieder zu seiner großen Liebe, dem Kloster zurückkehrt?

Wenn Kirchen Wohungen und Restaurants werden

Um eine neue Nutzung kirchlicher Gebäude geht es auch im Anschluss im Film „Kochen wo die Kanzel stand“ von Nicola Haenchen. Immer weniger Menschen gehen zum Gottesdienst, die Kirchenaustritte nehmen zu. Also was tun mit ausgedienten Gotteshäusern? „Kirche zu verkaufen“ ist eine Variante. Das Ehepaar Payer aus Ofterdingen wohnt in einer ehemaligen Kirche, weil es Platz für seine fast 40.000 Bücher brauchte. Viel Platz für wenig Geld, das lockte auch die Käuferin der methodistischen Kirche im schwäbischen Dußlingen. Doch sind mit Kirchen auch immer Emotionen verbunden. Hier wurde man getauft, hat geheiratet. Das Gotteshaus ist ein Stück Identität für die Bürger. Während im Norden Deutschlands schon Pizzerien und Diskotheken in Kirchen einziehen, sucht man im Süden nach anderen Wegen. (pro)

„Kloster Weingarten: Wallfahrtsort und Flüchtlingsheim“: 24. Januar, 20.15 Uhr, im SWR, sowie in der SWR Mediathek„Kochen wo die Kanzel stand“: 24. Januar, 21 Uhr, im SWR

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Goggle+ anmelden um zu kommentieren oder ohne Anmeldung als Gast einen Kommentar abgeben. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. . Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus
Anzeigen