ARD dokumentiert Scientology-System
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Über ein Jahr haben die Journalisten Frank Nordhausen und Markus Thöß in Europa und den USA für ihren Film recherchiert. Dabei gerieten sie selbst ins Fadenkreuz des OSA, wurden gefilmt und beschattet. Interviewanfragen beantworteten Scientology-Repräsentanten mit Gegenfragen oder "schikanösen Forderungen", berichtet die "Berliner Morgenpost".
Das OSA sitzt, wie Scientology selber, in Los Angeles und wird von David Miscaviage, einem hochrangigen Sektenmitglied, geleitet. "Scientology-Agenten wurden schon Spionage, Einbruch, Nötigung und andere kriminelle Delikte nachgewiesen", heißt es in der Sendungsankündigung der ARD. Das OSA sei der größte private Geheimdienst der Welt, die Sekte selbst bezeichne ihn als "Presse- und Rechtsamt". Informationen über Kritiker und Aussteiger, so Scientology, würden nur auf legalen Wegen gesammelt.
Vertreter von Scientology wollten den Filmemachern auch bei direkter Konfrontation keine Antworten geben – weder der deutsche OSA-Leiter Jürg Stettler, noch der amerikanische Scientology-Sprecher Tommy Davis. Stattdessen packen Insider aus, die den Ausstieg aus der Sekte geschafft haben – wie der italienische Popstar Tiziano Lugli oder gar der ehemalige OSA-Chef Mike Rinder. "Die OSA gibt es, weil die Kirche in einem säkularen Staat existiert", berichtet er.
Teile der Dokumentation "Die Spitzel von Scientology. Der Sektengeheimdienst OSA" waren bereits im Mai in einer anderen Schnittfassung auf dem Kulturkanal arte zu sehen. Die Rechercheergebnisse aus Russland und Griechenland in der nun gezeigten Version werden zum ersten Mal ausgestrahlt. (pro)
"Die Spitzel von Scientology. Der Sektengeheimdienst OSA". Dienstag, 26. Juni, 22.45 Uhr in der ARD.
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SaWe | 29.06.2012 21:10:00
Wer die Religions- und Weltanschauungsfreiheit abschaffen will, der kann auch gleich Meinungs- und Pressefreiheit begraben. Die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben sind die Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der UN verankert wurden. Wir brauchen intolerante Fanatiker weder im religiösen noch im säkularen Umfeld. Nordhausen ist Fanatiker durch und durch, alles hübsch mit dem Mäntelchen des Forschergeists umhüllt. Tatsächlich kann sein zementiertes Weltbild schon seit 30 Jahren nicht durch noch so harte Fakten erschüttert werden. Thoess ist lediglich Mitläufer.
Atheist | 28.06.2012 07:32:26
Gleiches Recht für alle: Scientology ist doch auch nur eine Sekte wie die Christen oder Moslems. Wer Scientology verbieten will der muss aus das Christentum verbieten denn das ist nur eine Sekte die es dank Lobbyarbeit geschafft hat ihren Betrug zu legalisieren. Es wird Zeit den Götzenanbeter mal zu zeigen wo der Hammer hängt und den ganzen Mist unter Strafe zu stellen. Wer an Gott glaubt der gehört einfach in die Klapse. So schauts aus! P.S: Atheisten sind bessere Menschen.
ClaudiaU | 27.06.2012 17:27:47
Traurig, dass es in Deutschland scheinbar nicht möglich ist, das Thema Scientology sachlich und ausgewogen zu diskutieren. Irgendwelche Vermutungen und es könnte seins und schon zucken alle zusammen - statt einfach für sich selbst herauszufinden, dass man ein unsterbliches geistliches Wesen ist.
RBoeck | 27.06.2012 10:54:19
Da ich als Scientologe einiges davon im Vorfeld mitbekommen habe, finde ich es erschreckend, wie die Medien und besonders die Filmemacher Wahrheit verfälschen, zureckdrehen oder schlicht lügen! Dieses Verhalten sollte von keinem Bürger toleriert werden, denn es richtet sich nicht nur gegen Scientology, sondern gegen die allgemeine Wahrnehmung des Weltbildes jedes Bürgers! Es gibt offensichtlich "höhere Tiere" die mit unser Meinung machen, was sie wollen, sie manipulieren, verdrehen und lenken, einfach weil sie es können - egal zu welchem Thema!
Müller | 27.06.2012 09:05:08
An die Redaktion: Löscht doch diese Scientologywerbung in den Kommentaren. Oder gibt es dafür Geld?
Heinrich | 26.06.2012 15:08:13
Ist glaube ich der Beitrag der vor kurzem auf ARTE lief. Anscheinend hat es dort niemanden interessiert und nun versucht man es halt über die ARD noch einmal. Der Unterschied ist allerdings der, dass nach dem Beitrag auf Arte zwei Studiogäste (Religionswissenschaftler) zu dem Inhalt befragt wurden und beiden feststellten, dass sie diese Erfahrungen eben nicht mit Scientology gemacht haben. Der ganze Film wurde damit also ad absurdum geführt. Die Frage muss also erlaubt sein wie lange soll man hier noch bezüglich Scientology einseitig informiert werden.
Stettler | 25.06.2012 21:03:52
Sorry, aber hier muss ich kurz was korrigieren: Wir haben den Filmemachern sehr viele Antworten auf ihre Fragen geliefert, die aber im Film schlicht ignoriert wurden..ein Interview wurde nur dehalb abgelehnt, da die Filmemcaher sich strikte geweigert hatten ein Vorgespräch zu führen und meinten, dass (in einem 90 Minuten Film!) vielleicht nur 20 Sekunden des Interviews gezeigt würden. Alles nachzulesen, inklusive Korrektur des Filmes, auf www.scientology-fakten.de.
Mark | 25.06.2012 18:36:48
http://www.scientology-fakten.de/das-office-of-special-affairs-osa-der-scientology-geheimdienst-arte-swr-dokumentation-film-download-youtube-inhaltsangabe-zusammenfassung-kritik.html