Christlicher Buchverkauf zieht an – dank Papst?
Das könnte nicht zuletzt mit dem Papstbesuch in Deutschland zusammenhängen, vermutet der epd. Selten las, sah oder hörten die Deutschen in ihren Medien so viel über das katholische Oberhaupt. 70.000 Besucher erwartet das Bistum Berlin allein bei der Messe im Olympiastadion am 22. September. Zu einem Gottesdienst in Freiburg sind bereits 50.000 Menschen angemeldet. Während seines viertägigen Aufenthalts in der Bundesrepublik wird Benedikt XVI. nicht nur Gottesdienste feiern. Er trifft sich auch mit den führenden Politikern des Landes. In dieser Woche veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz das Programm der Reise.
Papst trifft Politiker, Muslime und Protestanten
So wird der Pontifex am Donnerstag, den 22. September, gegen 10.30 Uhr in Berlin-Tegel landen. Anschließend trifft er auf Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel. Noch am selben Tag spricht er im Bundestag, begegnet dem künftigen Regierenden Bürgermeister Berlins und zelebriert schließlich die Heilige Messe im Olympiastadion. Nach einem Gespräch mit Vertretern des Islam fliegt der Papst am Freitag nach Erfurt, wo er unter anderem auf Vertreter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland trifft. Die Begegnung im Augustinerkloster gilt schon jetzt als historisch, war doch Martin Luther dort einst tätig. Im September 1511 verließ Luther das Kloster, um in Wittenberg sein theologisches Doktorat vorzubereiten.
Am Samstag reist Benedikt XVI. weiter nach Freiburg. Dort trifft er sich unter anderem mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Sonntags begegnet er den Bundesverfassungsrichtern, bevor er am Abend von Lahr aus zurück nach Rom fliegt.
Besonders der Auftritt des Papstes im Deutschen Bundestag erhitzt hierzulande die Gemüter. Nachdem einige SPD-Abgeordnete hinter seiner Ansprache eine Missionsveranstaltung vermuteten und zum Boykott aufriefen, hatte die Parteispitze die Politiker im Juni zur Raison gerufen. Bei der Rede im Bundestag handele es sich nicht um eine Predigt, sondern um eine Ansprache zu weltpolitischen Themen, erklärtem die Sozialdemokraten. Auch die Grünen äußerten sich skeptisch, die Union begrüßte den Besuch. (pro)
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Warum eigentlich noch heiraten?
Liebe Evangelische Kirche in
Deutschland,
natürlich werden sich evangelikale
Christen über Deine neue Orientierungshilfe zum Thema Familie
aufregen, das ist so absehbar wie die Regenbogenfahne auf dem
Christopher Street Day. Als gläubige Frischverheiratete stört mich etwas ganz anderes an der Art, wie Du Familie "neu denkst".
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