Keine Tageszeitung mehr in New Orleans
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Ricky Mathews als Leiter der neuen Operation kündigte an, dass die Begrenzung der Printausgaben auf mittwochs, freitags und sonntags auch zu Entlassungen führen wird. Drei weitere Zeitungen in Alabama im Besitz des Unternehmens sollen ebenfalls nur noch dreimal wöchentlich gedruckt erscheinen. Die Schritte spiegeln die andauernde Krise auf dem globalen Zeitungsmarkt wider - mit einer immer stärkeren Konkurrenz durch das Internet, das Nutzern vielfach freien Zugang zu Nachrichten bietet. Als Folge verzichten immer mehr Menschen auf ein Zeitungsabonnement.
In den USA erheben etliche Zeitungen, darunter die "New York Times" und die "Los Angeles Times" seit kurzem eine Gebühr für den Zugang zu ihren Webseiten. Auch spezialisierte Publikationen wie das "Wall Street Journal" bitten Online-Leser zur Kasse. Die meisten Blätter scheuen diesen Schritt, weil sie fürchten, ihre Online-Nutzer zu verlieren.
Auch die europäische Medienbranche sucht seit Jahren nach Modellen, wie sich mit Zeitungsinhalten im Netz Geld verdienen lässt. Auf einer Podiumsdiksussion beim diesjährigen "European Newspaper Congress" waren sich Journalisten einig, dass auf dem europäischen Markt noch nicht das optimale Modell gefunden sei, berichtet das Onlinemagazin "derStandard.at". "Alle Paywall-Modelle funktionieren eigentlich nicht. Im freien Netz Content komplett abschließen zu wollen, halte ich für unmöglich", sagte Johannes Vogel, Leiter der Abteilung Digitale Medien bei der "Süddeutschen Zeitung". Peter Wälty, Chefredakteur vom "tageszeiger.ch", wies darauf hin, dass bereits große Medien wie die "FAZ" oder der "Spiegel" ihre Angebote kostenlos ins Netz stellen. (dpa/pro)
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