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Gesellschaft

"Der Scharia-Islam ist Islamofaschismus"

Als "momentan gefährlichsten Rechtsradikalismus der Welt" bezeichnet der Rostocker Historiker Egon Flaig den Islam, der der Rechtsordnung Scharia folgt. Ein Islam dieser Prägung gehöre nicht zu Europa, schreibt er in einer "Klarstellung" im Nachrichtenmagazin "Focus".

Die Scharia habe ein "religiöses Apartheid-System" geschaffen, da es Muslime als Herren ansieht, Menschen anderen Glaubens jedoch als Unterworfene. Diese hätten weniger Rechte, ihre Zeugenaussage vor Gericht gelte etwa nicht gegen Muslime. Sie dürften sich nicht zur Wehr setzen, würden sie von Muslimen geschlagen. Sie müssten an ihrer Kleidung Erkennungszeichen tragen, woraus später der Judenstern entstanden sei.

Flaig vergleicht diese Vorgaben mit der Ideologie der Nationalsozialisten, die auf rassischer Basis zwischen Herrenmenschen und Untermenschen unterschieden hätten. Hinzu komme das Gebot in der Scharia, dieses System in der Welt zu verbreiten, auch mit dem Dschihad. "Niemals hat dieser Islam zur Europa gehört." Vielmehr habe die europäische Kultur erst entstehen können, da sie sich gegen Invasionen von Muslimen erfolgreich zur Wehr gesetzt habe.

Der Historiker nennt drei Merkmale europäischer Kultur und ihre Quellen: Von der griechischen Antike rührten Republikanismus und Wissenschaftlichkeit her, und der Gedanke der universalen Menschenrechte sei im "christlich-evangelikalen Kontext" entstanden. Flaig folgert daher: "Das Gerede von 'unserer jüdisch-christlichen Kultur' bezeugt darum eine ähnliche Ignoranz wie die Behauptung (…), Europa stehe auch auf islamisch-morgenländischen Beinen."

Egon Flaig ist seit 1998 ordentlicher Professor für Alte Geschichte. Er lehrte zunächst an der Universität Greifswald und seit 2008 an der Universität Rostock. Aufsehen erregte sein am 15. September 2006 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlichter Essay zum Verhältnis von Islam und Gewalt. Darin schreibt er, die Rede von einem toleranten Islam behindere die Arbeit ernsthafter Reformer, die den Islam entpolitisieren wollten. (pro)

VON: df | 25.06.2012

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