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Gesellschaft

Schneider: "Am Sonntag für Nadarkhani beten!"

Christen sollten an diesem Sonntag für die Freilassung des im Iran inhaftierten Pastors Youcef Nadarkhani beten. Dazu hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, aufgerufen. Der zweite Sonntag in der Passionszeit ist seit 2010 in der evangelischen Kirche der Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen gewidmet.

"Es ist für uns inakzeptabel, dass ein Mensch aufgrund seiner Religionszugehörigkeit verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Die Religionsfreiheit und das Recht auf freie Religionsausübung ist ein verbrieftes Menschenrecht, das auch für Angehörige religiöser Minderheiten im Iran gilt", sagte Schneider am Freitag mit Verweis auf den Fürbitte-Sonntag. "Ich bin dankbar, dass sich Politiker in Deutschland und weltweit intensiv um die Freilassung von Youcef Nadarkhani bemühen."

Viele Christen in Deutschland seien erschüttert über das Schicksal des iranischen Pastors. "Lasst uns diese Erschütterung und Sorge im Gottesdienst in der Fürbitte vor Gott bringen", so Schneider. "Und lasst uns auch die vielen Glaubensgeschwister in anderen Teilen der Welt nicht vergessen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Christentum unter Bedrängnissen und Verfolgung leiden. Neben der politischen Unterstützung und dem Einsatz für das Menschenrecht der Religionsfreiheit brauchen diese Glaubensgeschwister vor allem Solidarität, wie sie in der Fürbitte vor Gott zum Ausdruck gebracht wird. Denn das Gebet ist ein besonderer Dienst des Christen an seinem Nächsten."

Das Kirchenamt der EKD hat ein Materialheft für den Fürbitte-Sonntag erarbeitet, das beispielhaft die Lage christlicher Minderheiten in der nordafrikanischen Maghreb-Region thematisiert. (pro)

VON: aq | 02.03.2012

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Kommentare [2] >>>

  • Josef Raddy | 04.03.2012 14:18:41

    In Afganistan verbrennen Soldaten versehentlich einen Koran: Die Welt steht Kopf. Im Iran soll ein Christ ermordet werden, weil er Christ ist. Kein Pastor betet im Gottesdienst für ihn (man will ja das multikulturelle Zusammenleben nicht stören). Bei so wenig Solidarität kann ich verstehen, dass Heiden die Christen als feige, verlogen und widerlich empfinden. In Matth. 25 sagt Jesus, was der heutigen Kirche widerfahren wird: Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan

  • Norbert Schulz | 02.03.2012 22:34:03

    Wo bleibt der Aufschrei der hier lebenden ach so toleranten Muslime nach Religionsfreiheit im Iran und andern islamischen Ländern und wo der der sog.linken Gutmenschen,die sonst bei jedem Käse laut aufheulen .

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