Broder: "Islam ist archaisch, autoritär und totalitär"
Broder sieht den Islam auf dem Vormarsch wie ehedem den Kommunismus. Der
Islam setze dabei auf eigene Mittel: Seine "demografische Waffe" und
die einfache Ideologie unter der Maxime "Wer nicht für uns ist, der ist
gegen uns". Den Weg gewiesen bekomme der Islamismus von einer Reihe
Intellektueller, die als Lotsen fungierten.
Als einer dieser
Lotsen habe sich der Autor der "Süddeutschen Zeitung", Andreas Zielcke,
erwiesen. Sein Vorschlag lautete, das westliche Rechtssystem durch die
Scharia zu ergänzen. Obwohl Zielcke erkannt habe, dass "die Normen der
Scharia wie blinde Passagiere mit den Immigranten wandern", wolle er die
Normen der Scharia modifizieren, anstatt die blinden Passagier nach
Hause zu schicken.
Zu Islam-Freunden zählt Broder auch den Linken-Politiker Oskar Lafontaine, der die Schnittpunkte linker Politik und islamischer Religion betont habe. Genauso wie der gläubige Muslim verpflichtet sei, zu teilen, wolle "Die Linke", dass der Stärkere dem Schwächeren hilft. Vergessen habe Lafontaine dabei, "dass die Idee der Gemeinschaft im Islam archaisch, autoritär und totalitär ist, dass sie der Entwicklung von Demokratie, Gewaltenteilung und Menschenrechten im Wege steht und dass sie Frauen, Kinder und Ungläubige zu Wesen zweiter Klasse degradiert."
Geschichte verpflichte zur Nachsichtigkeit mit dem Islam
Nach dem 11. September habe mit dem Autor Günter Grass ein weiterer Intellektueller die Politik dafür verantwortlich gemacht, dass aus den "Ausgebeuteten" Terroristen wurden. Nicht die Muslime, sondern die übrige Welt sei die Ursache des Problems. Die Geschichte des Holocaust und der Kreuzzüge verpflichte dazu, gegenüber dem Islamismus nachsichtig zu sein; schließlich hätte die westliche Welt auch lange gebraucht, "um der Gewalt als Mittel der Kommunikation abzuschwören."
Dass viele Intellektuelle nicht islamkritisch seien, begründet Broder mit einem Zukunftsszenario: "Setzen sich die islamischen Fundamentalisten durch, werden sie sich für vorauseilende Verbeugungen erkenntlich zeigen. Bleibt es bei der Hegemonie des Westens macht es auch nichts. Denn die bürgerliche Gesellschaft nimmt erstens nichts übel und zweitens hat sie ein kurzes Gedächtnis."
"Heute sind es die armen, verfolgten Muslime, die vor dem Furor der "Islamkritiker" beschützt werden müssen. Der Vormund hat wieder ein Mündel gefunden. Tolerant ist wer der Intoleranz das Wort redet", folgert der Publizist ironisch. Der Autor sieht die dringende Notwendigkeit den Zentralrat der Ex-Muslime, als "längst überfällige, aufklärerische Bewegung" innerhalb des Islams voranzutreiben. Die Lebensweise einiger Muslime habe mit dem von Strenggläubigen gepredigten Islam nicht mehr viel zu tun. (pro)
Kommentare [7] >>>
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heide | 15.03.2010 23:28:28
Auch auf das Risiko hin, umgehend einer gefährlichen Friedensnaivität geziehen zu werden: Der Begriff „demografische Waffe“, zumal in Verbindung mit dem Plädoyer dieses Essays für stärkere, auch militärische Verteidigungsbereitschaft, ist für mich ein schreckliches Wort. Legt es doch nahe, dass Kinder, die einer als feindlich angesehenen Bevölkerungsgruppe mit hoher Geburtenrate angehören, Teil eines Waffensystems seien. Wie weit ist es dann noch zu einer Rechtfertigung von Gewaltmaßnahmen, die dazu führen, dass auch Kinder und nicht-kämpfende Frauen und Männer zu Schaden kommen? - Eine Google-Suche zu den Stichworten "demographic weapon" und "demographic threat" ist aufschlussreich. Lesenswert ist z.B. ein Artikel von Gideon Levy in „Haaretz“, der sich sehr kritisch mit dem Umsichgreifen des Begriffs von der demografischen Bedrohung auseinandersetzt (www.haaretz.com/hasen/spages/884512.html).
John3.16 | 10.03.2010 20:22:47
Herr Grass ist das beste Beispiel dafür, dass scheinbar Intellektuelle und wirkliche Intellektuelle zum Totalitarismus tendieren. Grass selbst war SS-Mitglied und danach ein durch und durch Linker. Die totalitären Ideologien des 20. Jahrhunderts, Kommunismus und Nationalsozialismus haben mit der Ideologie des Islam viele Gemeinsamkeiten: Antisemitismus, Intoleranz, Gewalt und den Kampf gegen eine demokratische Gesellschaftsordnung.
Kauderwelsch | 10.03.2010 12:34:35
Einer der ganz Wenigen, die den Islam durchschaut haben und sich traut, die Wahrheit zu sagen. Die Politikverantwortlichen haben auf der ganzen Linie versagt.
Agnostiker | 10.03.2010 08:35:43
Recht hat Herr Broder. Ob jedoch links"intellektuelle" Erkenntinsverweigerer -das abstoßendste Beispiel hierfür ist für mich Herr Grass- in igendeinerweise Argumenten hinsichtlich Islamkritik zugänglich sind, da habe ich erebliche Zweifel.Die Geschichte zeigt auch, dass Links"intellektuelle" totalitären Systemen zugeneigt sind, siehe Faschismus und Stalinismus.
Jean Fairtique | 10.03.2010 00:48:50
Man kann nur hoffen, dass man mehr dem "Rufer in der Wüste" zuhört, als gewissen berufsbetroffenen und unverantwortlichen Gutmenschen. Dabei wäre es doch so einfach, man müsste nur mal den für alle Mohammedaner verbindlichen Koran lesen... nicht mehr - aber auch nicht weniger
BUNDESPOPEL | 09.03.2010 19:59:34
Wir brauchen schnellstens einen "Islamgipfel" des Innenministers mit dem Zentralrat der Ex-Muslime. Nur das macht Sinn. Im übrigen sollten beherzte Juristen rasch überprüfen, ob und wie weit die Gespräche des Innenministers mit einer ausländischen Religionsbehörde wie der DITIB noch dem Grundgesetz entsprechen oder ob nicht wegen Hochverrat ermittelt werden muß. Denn eine Übertragung derartiger Hoheitsrechte und Gewährung einer Verfügungsgewalt über deutsche Staatsbürger haben die Väter des Grundgesetzes nie gewollt.
Steppenadler | 09.03.2010 19:57:31
Die Motive der Intellektuellen, die dem Islam mit ihren Kommentaren versuchen, den Weg in die westliche Gesellschaft zu ebnen, sind weniger im vorauseilenden Gehorsam begründet, als vielmehr in einem diffusen Hass auf die Nation. Darüber hinaus ist bei vielen auch so etwas wie Bewunderung für die Islamisten vorhanden, die im Gegensatz zu diesen dekadenten, gelangweilten "Weltbürgern", bereit sind für ihren Glauben, alles zu opfern. Eins ist auf jeden Fall beruhigend; diese "Intellektuellen" werden zu den ersten gehören, die als störend, überflüssig, gefährlich, befunden, aus einer islamistischen Gesellschaft "entfernt" werden.